Gartenreich, Bauhaus, Dessau

Natur und Kunst, Architektur und Design

Auenwälder, ausgedehnte Wiesen und Flüsse prägen die Landschaft, in der Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau sein Gartenreich gestalten ließ. Als Fürst der Aufklärung suchte er für seine Gartenschöpfung Vorbilder, die sich an der Natur orientierten. Inspiriert durch Reisen mit dem Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff nach England und Italien entsteht eine zu einem Kunstwerk ausgerichtete Auenlandschaft, die schon Goethe faszinierte: „Hier ist’s jetzt unendlich schön.“ Der Kleinstaat Anhalt-Dessau entwickelte sich unter seinem Regenten im 18. Jahrhundert zu einem geistig-kulturellem Zentrum und gilt als herausragendes Beispiel für die Umsetzung philosophischer Prinzipien der Aufklärung in einer Landschaftsgestaltung. Mit dem Umzug des Bauhauses von Weimar nach Dessau erlebte die einstige Residenzstadt 1925 wiederum eine baukünstlerisch-kulturelle Blüte. Trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg sind die bedeutenden Bauten dieser Epoche erhalten und präsentieren sich heute in einem gepflegten Ensemble. Erkunden und erleben Sie mit Ralph Hoppe, der für die Staatlichen Schlösser und Gärten Wörlitz tätig war, das Herausragende dieser Kulturlandschaft.

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie beträgt 914,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • Busreise von Bensberg und Köln sowie zurück;
  • 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad im Radisson Blu Fürst Leopold Hotel**** in Dessau;
  • Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
  • Drei-Gänge-Abendmenü oder -buffet im Hotelrestaurant an allen Tagen;
  • Mittagessen am 24.6.2019 in der Mensa am Bauhaus, Dessau (inkl. Mineralwasser);
  • Zwei-Gänge-Mittagsmenü am 25.6.2019 im Landhaus Wörlitzer Hof (inkl. Mineralwasser);
  • Drei-Gänge-Mittagsmenü am 26.6.2019 im Ringhotel Zum Stein (inkl. Mineralwasser);
  • Führungen, Besichtigungen, Eintritte, Fährfahrten und Gebühren laut Programm;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Bensberg;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Hotel
Angelehnt an den Stil der Bauhaus-Architektur prägen ein harmonisches Farbspiel, klare Formen und Angelehnt an den Stil der Bauhaus-Architektur prägen ein harmonisches Farbspiel, klare Formen und gestalterische Raffinesse das Design des Radisson Blu Fürst Leopold Hotels**** im Zentrum von Dessau. Von den 198 Zimmern bietet sich ein Blick auf das Anhaltische Theater oder auf den angrenzenden Park.

Einzelzimmerzuschlag: 100,00 € (Doppelzimmer zur Einzelnutzung)

Hinweis
Die ausgiebigen Spaziergänge erfordern gute Kondition, geeignetes Schuhwerk sowie wetterfeste Kleidung.

Ablauf

Sonntag, 23. Juni 2019
Ins Welterbe-Gartenreich Dessau-Wörlitz
Busreise von Bensberg (8.00 Uhr) und Köln (8.45 Uhr) nach Dessau-Roßlau.
Ein erster Spaziergang am Nachmittag führt durch die Altstadt zum Anhaltischen Theater, zum Denkmal von Fürst Leopold III. Friedrich Franz vor der Johanniskirche, zum Johannbau, zur Marienkirche mit einem Denkmal von Fürst Leopold I., den Theodor Fontane in einem Gedicht den „Alten Dessauer“ nannte. Eine Gedenktafel auf dem Weg ist Moses Mendelsohn, der 1792 in Dessau geboren wurde, gewidmet. Er gilt als Begründer der jüdischen Aufklärung.

Montag, 24. Juni 2019
Das „Bauhaus“ in Dessau-Roßlau (UNESCO-Welterbe)
Nordwestlich der Altstadt siedelte sich nach 1925 das Bauhaus als städtische Einrichtung an. Walter Gropius entwarf das neue Schulgebäude, in dessen Nähe auch eine Wohnsiedlung für die Bauhauslehrer entstand. An die Führungen durch das Bauhausgebäude und die Meisterhäuser von Feininger, Kandinsky, Klee oder Schlemmer schließt sich nachmittags eine Stadtrundfahrt an. Besucht werden das Kornhaus an der Elbe, das historische Arbeitsamt und die Gebäude des Neuen Bauens in Dessau-Törten.

Dienstag, 25. Juni 2019
Wörlitz: Synthese von englischer Aufklärung und Antike
Als Herzstück des „Gartenreiches Dessau-Wörlitz“ spiegeln die Wörlitzer Gärten Aufklärung und Klassizismus in Deutschland wider. Landschaft und Park fließen ineinander, so verschmelzen hier Gartenräume, Bauwerke und bildende Kunst zu einem Gesamtkunstwerk dreidimensionaler Landschaftsbilder. Um den See gruppieren sich fünf Einzelgärten, die durch ein System von Sichtbeziehungen, Wegen, Brücken und Fähren in Verbindung stehen. Auch das klassizistische Schloss und das Gotische Haus sind Teile des „Gesamtkunstwerks Garten“.

Mittwoch, 26. Juni 2019
Oranienbaum: ein wenig Holland
Im Zuge der anhaltischen Heiratspolitik im 17. Jahrhundert ist das Fürstentum mit dem Haus Oranien verbunden. Oranienbaum – ein Ensemble aus Stadt, Schloss und Park – ist ein seltenes Beispiel einer weitgehend niederländisch geprägten Barockanlage. Entstanden ist sie durch Henriette Catharina von Nassau-Oranien, die ab 1683 den Ort Nischwitz umbenennen und neugestalten ließ und den Dreiklang Gartengestaltung, Architektur und bildende Kunst erstellte, der auch die Anlagen in Wörlitz bestimmen sollte.
Das Luisium: Refugium der Fürstin
Ein kubischer, klassizistischer Schlossbau bildet den Blickfang des Luisiums, benannt nach der Gemahlin von Fürst Leopold von Anhalt-Dessau. Der Fürst verbrachte einige Zeit seiner Jugend hier und ließ ab 1774 den Barockgarten im Sinne einer „Landschaftsverschönerung“ durch Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff umgestalten.

Donnerstag, 27. Juni 2019
Das Georgium: Gartenanlage im englischen Stil
Durch Reisen nach England und Italien inspiriert, gestaltete Prinz Johann Georg mit Johann George Schoch, Sohn des Wörlitzer Gärtners, das Georgium, der nach den Wörlitzer Anlagen wohl bedeutendste Landschaftspark englischen Stils. Zahlreiche klassizistische und romantisierende Parkbauten und Skulpturen sind hier harmonisch in die Natur eingebettet.
Vom Gartenreich ins Rheinland
Am frühen Nachmittag Rückreise nach Köln (Ankunft ca. 18.30 Uhr) und Bensberg (Ankunft ca. 19.15 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.