© Raimond Spekking (CC BY-SA 4.0)
© Raimond Spekking (CC BY-SA 4.0)

Frömmigkeit und Volksmission

Kirchen und Kapellen in Bad Münstereifel

Die Gründung Münstereifels führt sich auf den Bau einer hölzernen Kapelle zurück, welche der angelsächsische Missionar Willibrord zwischen den fränkischen Weilern Orchheim und Werth errichtet haben soll. Durch das „Testamentarium salvatoris“ der Eltern Karls des Großen, Pippin und Bertrada, gelangte das obere Erfttal im Jahre 762 in den Besitz der karolingischen Hausabtei Prüm. Um 830 gründete Abt Markward hier ein Kloster mit der Bezeichnung Novum Monasterium (Neues Kloster). Mit der Überführung der Reliquien des römischen Märtyrerehepaares Daria und Chrysanthus 844 wurde Bad Münstereifel ein vielbesuchter Wallfahrtsort.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 123,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Bensberg und Köln sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Restaurant „En de Höll“ in Bad Münstereifel;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Dienstag, 22. Oktober 2019
Busreise ab Bensberg (8.00 Uhr) und Köln (8.45 Uhr) nach Bad Münstereifel.

Mission in Münstereifel
Um 700 als Holzkapelle gegründet, wurde die heutige Kirche St. Chrysanthus und Daria in der ersten Hälfte des 12. Jh. erbaut. Das Westwerk der dreischiffigen, querschifflosen Pfeilerbasilika wurde bereits um 1050 nach dem Vorbild St. Pantaleons in Köln errichtet. Im Zuge der Gegenreformation ließen sich 1625 Kölner Jesuiten in Münstereifel nieder. Sie gründeten ein Gymnasium, dessen barocke Kolleggebäude sich ebenso erhalten haben, wie die 1659-68 nach dem Vorbild der Kölner Jesuitenkirche erbaute Ordenskirche St. Donatus.

Kerzen für den Decken Tönnes
Mitten im Münstereifeler Wald befindet sich die Wallfahrtskapelle „Decke Tönnes“. Früher hat die dort bewahrte und mit einem bemerkenswerten Körperumfang versehene Antoniusfigur wohl im Freien gestanden, bis sie um 1900 den bestehenden Schutzbau erhielt.

Wallfahrt auf den Michelsberg
Die St. Michaelskapelle besteht aus einem spätgotischem Chorbau (um 1500), einem querrechteckigem Schiff und einem Turm des späten 17. Jh. sowie aus einem außen an den Chor gesetzten Heiligen Grab des 18. Jh. Die Kapelle liegt am Ende eines Kreuzweges. 1632 wurde die Michaelskapelle den Jesuiten von Bad Münstereifel übertragen und fortan Mittelpunkt der Eifelmission.

Kölner Malerschule in Kirchsahr
In der barockzeitlichen Dorfkirche St. Martin steht einer der größten und reichsten Flügelaltäre kölnischer Produktion. Das 600 Jahre alte Gemälde wurde um 1780 von der Münstereifeler Stiftskirche hierher übertragen. Hier befindet sich auch eine der im Kreis Ahrweiler mehrfach vertretenen sogenannten Türkenmadonnen des 18. Jh.

Rückreise nach Köln (ca. 17.30 Uhr) und Bensberg (ca. 18.15 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.