© pixabay, gemeinfrei
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Freiheit und Bindung in Balance

Vom Halten und Loslassen in der Montessoripädagogik

Freiheit und Bindung sind zentrale Begriffe in der Montessoripädagogik, die immer zusammen gedacht werden müssen. Denn Erziehung hat mit Begleitung, Leitung, Führen, Beziehung … also mit Bindung zu tun. Letztlich ist jedoch das Ziel jeder Pädagogik, die Kinder in die Freiheit zu entlassen, sie zu selbständigen und mündigen Persönlichkeiten heranreifen zu lassen. Aber auch Eltern stehen jeden Tag neu vor der Herausforderung, diese Balance zwischen Freiheit und Bindung in der Erziehung in ein gutes Verhältnis zueinander zu bringen. Pädagogen erleben nicht selten die „Helicopter-Eltern“ auf der einen und die „erziehungslosen“ Eltern auf der anderen Seite. Oft sind sie dabei überfordert, sich klar zu positionieren. Welches Verhältnis von Freiheit und Bindung ist erstrebenswert? In welcher Beziehung stehen dabei Kinder, Eltern und Pädagogen?

Leistungen

Der Preis für die Fachtagung beträgt 220,00 € und umfasst:

  • Tagungsbeitrag;
  • Übernachtung im Doppelzimmer mit Dusche/WC;
  • Abend- und Mittagessen als Buffet;
  • Kaffee und Teepausen;
  • Frühstück;
  • Theater.

Anmeldung: Bitte nutzen Sie das Anmeldeformular, das Sie im Veranstaltungsprogramm (pdf-Datei) finden.

Ablauf

Freitag, 13. Oktober 2017

18.30 Uhr    
Abendessen

19.45 Uhr    
Begrüßung und Einführung in die Tagung
Andreas Würbel, Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Joachim Cuypers, Deutsche Montessori-Vereinigung e. V.

Durch sichere Bindungsbeziehungen zur Autonomie
Freiheit und Bindung in der Montessori-Pädagogik
Ein Kulturvergleich der Erziehungssysteme zeigt das Wirkungsgeflecht von Bindung und Bildung, Face-to-Face-Kontakt und der Entwicklung des Selbst auf. Maria Montessori bemühte sich um die Freiheit des Menschen, die Selbständigkeit des Denkens und die menschliche Würde. Sie zeigte, in welcher Form eine innere Freiheit vom Kind selbst aufgebaut werden kann. Bindung ist zudem ein zentraler Begriff der Entwicklungspsychologie. Die Bindungsforschung kann viel zum Verständnis der psychosozialen Entwicklung des Menschen beitragen und die Vorteile sicherer Bindungen und vertrauensvoller Beziehungen für die Bildung und Autonomieentwicklung aufzeigen.
Theresia Herbst, Mag. rer. nat., Wien,
Klinische/Gesundheitspsychologin, Diplompädagogin mit zehn Jahren Schulpraxis in der Grundschule, Dozentin für Montessori-Theorie des Montessori Österreich Bundesverbandes und in Lehrgängen, z. B. zur Legasthenie-, Dyskalkulietherapie und Begabungsförderung, Lehrbeauftragte an Pädagogischen Hochschulen, als Kinderpsychologin in eigener Praxis tätig.


Samstag, 14. Oktober 2017

Frühstück für Übernachtungsgäste ab 7.00 Uhr

8.45 Uhr    
Gemeinsames Singen

9.15 Uhr     
Einführung in den Tag

9.30 Uhr     
Freiheit und Bindung
Die Bedingung jeder Balance ist Bewegung
Eine Schule ist nie fertig. Sie ist immer auf dem Weg. Dabei ist es Aufgabe einer Schule, mehr als Wissen zu vermitteln. Guter Unterricht – wie auch das gemeinsame Schulleben insgesamt – erzieht. Dies geschieht im besten Fall in einer Balance von Freiheit und Bindung. Drei Leitfragen geht der Vortrag nach: Warum ist die Balance von Freiheit und Bindung als pädagogisches Prinzip unverzichtbar? Unter welchen Umständen ist diese Balance besonders gefährdet? Wie sollte der Lebensraum Schule – mit seinen Revieren, Regeln und Ritualen – beschaffen sein, um diese Balance zu sichern?
Dr. Otto Seydel, Institut für Schulentwicklung, Überlingen
Er gründete – nach 26-jähriger Tätigkeit als Lehrer und Mitglied der Schulleitung in der Schule Schloss Salem – das Institut für Schulentwicklung in Überlingen. Das Institut war maßgeblich beteiligt beim Aufbau des Arbeitskreises „Blick über den Zaun“, der Entwicklung des Deutschen Schulpreises der Robert Bosch Stiftung und vom Land Bremen betraut mit der Leitung der dortigen externen Schulinspektion.

10.45 Uhr    
Kaffee- und Teepause

11.00 Uhr    
Freiheit und Bindung in Balance
Vom Halten und Loslassen in der Montessoripädagogik
Gesprächsrunde mit
Mag. rer. nat. Theresia Herbst, Wien
Dr. Otto Seydel, Überlingen
Sandy Stadelmann, Mutter von zwei Kindern im Kinderhaus- und Grundschulalter, Unternehmensberaterin und Coach, Köln
Dania Nikisch, pädagogische Leiterin des Kinderhauses „Knirps & Co.“ der Universität Konstanz, Beraterin pädagogischer Fachkräfte, Konstanz
N.N., Schule

Moderation
Dr. Silke Allmann, Akademische Oberrätin, Institut für Pädagogik, Abteilung Pädagogik, Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

12.30 Uhr     
Mittagessen

13.45 Uhr     
Mitgliederversammlung der Deutschen Montessori-Vereinigung

15.30 Uhr     
Arbeitsgemeinschaften
Kaffee- und Teepause

18.30 Uhr     
Abendessen

20.00 Uhr     
Der kleine Prinz
Puppentheater mit Gerd J. Pohl
Antoine de Saint-Exupérys Werk gehört zu den Meilensteinen der Literatur des 20. Jahrhunderts. „Der kleine Prinz“ wurde 1950 erstmalig von Rudolf Fischer (1920-1998), einem Puppenspieler von Weltruf, auf die Puppenbühne gebracht. Er hatte seine letzte Spielstätte im Theater im Puppenpavillon in Bensberg, wodurch auch die Originalfiguren nach Bensberg und letztlich in den Besitz des Puppenspiel-Intendanten Gerd J. Pohl gelangten. In einer Neuinszenierung gibt Pohl unter Verwendung von Fischers alter Textfassung all jenen Figuren Charakter und Stimme, die längst zu „Ikonen“ geworden sind: dem König, dem Trinker, dem Eitlen und dem Geschäftsmann, dem Geographen, dem Flieger, der Rose, der Schlange und dem Fuchs, dessen Geheimnis inzwischen in den Volksmund übergegangen ist: „Man sieht nur mit dem Herzen gut – das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!“, und natürlich dem kleinen Prinzen selbst.
Spieldauer: etwa 70 Minuten.


Sonntag, 15. Oktober 2017

Frühstück für Übernachtungsgäste ab 7.00 Uhr

8.00 Uhr    
Eucharistiefeier in der Edith-Stein-Kapelle

9.30 Uhr    
Arbeitsgemeinschaften
Kaffee- und Teepause

12.30 Uhr    
Abschlussimpulse und Musik
Joachim Cuypers, Deutsche Montessori-Vereinigung e. V.
Andreas Würbel, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

13.00 Uhr    
Mittagessen

14.00 Uhr    
Ende der Tagung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.