Einfach. Schön.

Festlicher Jahreswechsel in Weimar

Der wunderbare Ilmpark, die vielen Spuren jener Zeiten, als Herzogin Anna Amalia oder Großherzogin Maria Pawlowna, als Goethe, Schiller, Liszt oder auch Henry van de Velde und das Bauhaus in Weimar wirkten … laden dazu ein, sich einmal den Facetten des „Schönen“, ja, den Wertvorstellungen, die „Schönheit“ durch die Zeiten prägten und heute prägen, zu widmen. Denn: Akzente und Veränderungen dieses Ideals in Kunstgeschichte, Philosophie, Musik, Architektur, Design … überraschen und inspirieren. Herzlich laden wir Sie ein, mit einem abwechslungsreichen Programm, das in interessierter Gemeinschaft den Geist, die Seele und alle Sinne anspricht, den Übergang ins Jahr 2019 zu erleben: mit Blicken hinter die Kulissen, mit Seminaren und Begegnungen, mit der Musik und den Bildern von „My Fair Lady“, den beschwingten Klängen des Silvesterkonzertes der Staatskapelle Weimar, einem Neujahrskonzert voll Virtuosität und Lebensfreude, das nur für Sie erklingt. Den Übergang vom alten ins neue Jahr erleben Sie bei einem festlichen Gala-Dinner, das vom Thüringer Salonquintett begleitet wird.

Leistungen

Der Preis für die festliche Veranstaltung beträgt 1.598,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:
    

  • Fahrt mit dem Reisebus von Köln und Bensberg nach Weimar sowie zurück;
  • 6 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Badewanne/WC im Dorint Hotel Am Goethepark Weimar****s inkl. Frühstücksbuffet;
  • Kaffeetafel am 27.12.2018 sowie Kaffeepause am 30.12.2018 laut Programm;
  • 2-Gänge-Eintopfbuffet am 31.12.2018 inkl. Mineralwasser und Kaffee;
  • Lunchbuffet am 1.1.2019 inkl. Mineralwasser und Kaffee;
  • 4-Gänge-Abendmenü am 27.12.2018 mit korrespondierenden Weinen, Mineralwasser und Kaffee;
  • 3-Gänge-Abendmenü oder Dinner-Buffet am 28., 29. und 30.12.2018 sowie am 1.1.2019 inkl. Mineralwasser und Kaffee;
  • 4-Gänge-Gala-Dinner mit korrespondierenden Weinen, Mineralwasser und Kaffee am 31.12.2018;
  • Champagner-Empfang am 31.12.2018 sowie Sekt-Empfang am 27.12.2018 und am 1.1.2019;
  • Vorträge und Gespräche laut Programm;
  • Führungen, Eintritte und Gebühren u. a. für Sonderöffnungen;
  • Vorspiel auf historischen Tasteninstrumenten am 28.12.2018 (exklusiv);
  • Karte für das Musical „My Fair Lady“ (PK B, 45,90 €);
  • Karte für das Silvesterkonzert der Staatskapelle Weimar (PK C, 60,90 €);
  • Musikalische Begleitung des Silvester-Gala-Dinners durch das Thüringer Salonquintett;
  • Führung und Orgelanspiel am 1.1.2019 in der Dorfkirche Ulrichshalben (exklusiv);
  • Neujahrskonzert am 1.1.2019 im KulturGut Ulrichshalben (exklusiv);
  • Transfers mit dem Reisebus am 31.12.2018;
  • Ausflug mit dem Reisebus am 1.1.2019;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems am 29.12.2018;
  • Kulturförderabgabe an die Stadt Weimar;
  • Leitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Köln und Bensberg.

Hotel
Das Dorint Hotel Am Goethepark Weimar****s befindet sich unmittelbar am Goethepark und verdankt seine Ausstrahlung der architektonischen Verbindung zweier klassizistischer Villen mit einem Neubau. Von hier sind es nur wenige Gehminuten zum historischen Stadtkern. Die 143 Zimmer sind komfortabel eingerichtet, alle Bäder verfügen über eine Badewanne mit integrierter Dusche.

Einzelzimmer
Doppelzimmer zur Einzelnutzung stehen in begrenzter Anzahl gegen einen Aufpreis von 198,00 € zur Verfügung.

Eigene An-/Abreise nach/von Weimar
Bei eigener An-/Abreise zum/vom Dorint Hotel Am Goethepark Weimar****s reduziert sich der Preis um 60,00 €/Person.
An-/Abreise mit der Deutschen Bahn
Bei rechtzeitiger Buchung können Sie Sparpreisangebote nutzen.
An-/Abreise mit dem PKW
Das Hotel verfügt über Parkplätze in einer öffentlichen Tiefgarage, die über einen Aufzug mit dem Hotel verbunden ist. Der Tagespreis beträgt 20,00 €.

Ablauf

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Fahrt mit dem Reisebus von Köln (8.00 Uhr) und Bensberg (8.45 Uhr) zum Dorint Hotel Am Goethepark Weimar****s.

15.30 Uhr
Willkommen in Weimar!
Begegnungen und Gespräche bei einer Kaffeetafel
Andreas Würbel, Bensberg
Referent Kunst und Kultur, Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Dr. Folker Metzger, Weimar
Referat Forschung und Bildung, Klassik Stiftung Weimar

16.30 Uhr I Vortrag und Gespräch
Schön ist … zeitlos?
Akzente, Deutungen und Wirkungen durch die Zeiten
Schön ist nicht gleich schön! Die Frage „Was ist schön?“ durchzieht die Jahrtausende – und findet wechselnde Antworten: Wandmalereien Ägyptens spiegeln andere Schönheitsideale wider als antike Skulpturen, mittelalterliche Tafelbilder, gotische Glasfenster wiederum andere als Werke Leonardos, Raffaels, Rubens’, Monets, Picassos oder Warhols. Interessant ist es daher, das Wechselwirkungsgefüge von Schönheit, Weltanschauung und Konventionen von Platon über Kant bis zum Staatlichen Bauhaus, von der Antike über die Renaissance bis ins 21. Jahrhundert in den Blick zu nehmen. Lassen sich epochenübergreifende Kriterien für „das Schöne“, „die Schönheit“ ausmachen?
Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Dr. Frithjof Reinhardt, Bad Berka
Philosoph und Historiker

19.00 Uhr
Einfach. Köstlich.
Abendmenü mit korrespondierenden Weinen
Informative Unterbrechungen
Dr. Folker Metzger, Weimar
Rainer Thiesen, Köln
Andreas Würbel, Bensberg


Freitag, 28. Dezember 2018

Frühstück

9.00 Uhr I Vortrag und Gespräch
Schön klassizistisch!
Ideale: ihre Ausdrucksformen, ihre Wirkungen
Ideale der Antike und die Sehnsucht nach Arkadien sind zwischen 1770 und 1840 wichtige Leitlinien für Architekten, Bildhauer oder Maler. Zeugnisse dieses erneut wiederbelebten antiken Schönheitsideals, die Winkelmanns Charakterisierung der griechischen Kunst als Bild von edler Einfalt und stiller Größe durchscheinen lassen, sind in Weimar das Römische Haus, das unter Goethes Leitung als Refugium für Herzog Carl August von Sachsen-Weimar und Eisenach entstand, und der von ihm entworfenen Park an der Ilm. Die Wiederbelebung des antiken Schönheitsideals und die Sehnsucht nach den Weiten des Gartens Eden sind auch Ausdruck eines Wertegefüges mit Wirkungen auf das Selbstverständnis der Regierenden.
Rainer Thiesen, Köln

10.00 Uhr I Besuch und Führung
Spiegel des Schönen
Das Wittumspalais von Herzogin Anna Amalia und Goethes Wohnhaus
Nachdem das Residenzschloss durch einen Brand vernichtet war, erwarb Herzogin Anna Amalia das barocke Palais und ließ die Innenräume aufwendig ausgestalten. Neben dem „Roten Salon“, dem „Tafelrundenzimmer“ beeindruckt auch der „Grüne Salon“, der einst Wohnzimmer der Herzogin war und Spiegel des Frühklasszismus ist. Interessant ist es auch, Goethes Wohnhaus zu besuchen, in dem er fast 50 Jahre lebte und das er nach seinen Entwürfen umbauen und nach Prinzipien seiner Farbenlehre gestalten ließ. Bis heute spiegeln hier Raumstruktur und Gestaltung sowie viele Originale sein klassizistisches Kunstideal wider.
Rainer Thiesen, Köln
Ekaterini Thönes-Tassiopoulou, Pianistin, Weimar

Gelegenheit zur Mittagspause

15.30 Uhr I Vortrag und Gespräch im Festsaal des GoetheNationalmuseums
Liebhaberin des Schönen
Herzogin Anna Amalia und ihr „Musenhof“
Was wäre das klassische Weimar ohne Herzogin Anna Amalia und ihren Sinn und ihre Begabung für die Kultivierung des Schönen! Sie spielte vier Instrumente, liebte die Künste, sie begründete das deutschsprachige Theater, pflegte ihre bibliophile Leidenschaft und die Geselligkeit bei Hofe. Ihr gelang es, Goethe, Wieland, Herder und Schiller an ihren Hof zu binden. Ihr „Weimarer Musenhof“ mit den berühmten Leseabenden ist legendär. In Tiefurt, der Sommerfrische der Weimarer Hofgesellschaft, gab sie das „Tiefurter Journal“ heraus, um „alles was Politick, Witz, Talente und Verstand in unsern dermalen so merkwürdigen Zeiten hervorbringen, den Augen eines sich selbst gewählten Publikums vorzulegen“.
Dr. Annette Seemann, Weimar
Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin,
Übersetzerin, Autorin u. a. des Buches „Anna Amalia. Herzogin von Weimar“

17.00 Uhr I Vortrag und Gespräch im Festsaal des GoetheNationalmuseums
Schöner wohnen bei Goethe
Einblicke und Kontexte des Wohnhauses
„Sein Haus frappiert, es ist das einzige in Weimar in italienischem Geschmack, mit solchen Treppen, ein Pantheon voll Bilder und Statuen, eine Kühle der Angst presset die Brust ...“ Das schrieb Jean Paul 1796 seinem Freund Christian Otto. Goethe hatte damals den Umbau seines Hauses, das ihm Herzog Carl August 1792 überließ, noch nicht abgeschlossen. Trotz erheblicher Veränderungen ist das Goethehaus immer noch das authentischste Dichterhaus seiner Epoche. Auch heutige Besucher sind von Goethes Räumen beeindruckt, aber meist deutlich positiver, denn das Haus wird nicht nur als Gedenkort wahrgenommen, sondern als ideales Beispiel für „schönes Wohnen“.
Prof. Dr. Christian Hecht, Weimar
Außerplanmäßiger Professor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Externer Professor der Yunann-Arts-University, Kunming (China), Mitarbeiter des Stadtmuseums Weimar

19.30 Uhr
Abendessen im Hotelrestaurant

Samstag, 29. Dezember 2018

Frühstück

9.15 Uhr I Einführung
Weimar, van de Velde und das Bauhaus
Von der Schönheit der Linie zur Schönheit der nützlichen Form
Rasch wurde das Bauhaus, das Walter Gropius 1919 in Weimar gründete, mit Weltoffenheit und internationaler künstlerischer Vielfalt zum Treffpunkt der europäischen Avantgarde. Sein visionäres Ziel war es: Aus dem Zusammenwirken aller Werkstätten sollte das „Gesamtkunstwerk“ entstehen. Daher ein Blick zurück auf Wegbereiter wie Protagonisten.
Rainer Thiesen, Köln

10.00 Uhr I Spaziergang, Führungen und Besuche (Sonderöffnungen)
Auf Spuren von Henry van de Velde
Durchs Jugendstilviertel zur „Villa Silberblick“
Bezüge zum belgischen Designer und „Alles­­künstler“ Henry van de Velde, der die künstlerische Seite des Handwerks belebte, bieten einige Jugendstil-Villen, vor allem die „Villa Silberblick“. Diese erwarb Elisabeth Förster-Nietzsche, um ihren Bruder zu pflegen. Die von van de Velde gestalteten Räume sind gleichermaßen ideale Raumschöpfung wie Bühne für die Entfaltung des Nietzsche-Kultes.
Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Brigitta Ulferts, Weimar
Kunsthistorikerin

Auf den Spuren von Walter Gropius und den „Bauhäuslern“
Bauhaus-Universität und „Direktorenzimmer“
In der einstigen „Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar“, die van de Velde entwarf und heute Bauhaus-Universität ist, lassen sich die für die Bauhaus-Gründungszeit revolutionären Ideen nachvollziehen. Hier werden Grundzüge der Farb- und Formenlehre des Bauhauses deutlich. Eindrucksvoll spiegelt sich das im original wieder eingerichteten „Direktorenzimmer" von Walter Gropius wider.
Thomas Apel, Weimar
Architekt

Gelegenheit zur Mittagspause

15.00 Uhr I Präsentationen und Gespräche
„Von Winckelmann inspiriert“
Annäherungen an die zu perfekte Schönheit
Inspiriert durch Johann Joachim Winckelmann, der vor 250 Jahren starb, und als Wegbereiter der Kunstgeschichte sowie der Klassischen Archäologie gilt, fokussierte die Online-Ausstellung „Von Winckelmann inspiriert – Bauhaus-Künstler zwischen moderner Antike und antiker Moderne“ seine Schönheitsideale. Welche Akzente fokussierte eine mitwirkende Künstlerin? Wie drückte sie ihre kritische Haltung zu Winckelmanns Vorliebe für die Ästhetik antiker Skulpturen und der in ihren Augen zu perfekten Schönheit aus?
Theresa Berger, Weimar
Beteiligte Künstlerin bei der Online-Ausstellung „Von Winckelmann inspiriert“, Studium der „Freien Kunst“ an der Bauhaus-Universität Weimar und an der IUAV Universität in Venedig, Engagements in verschiedenen Kunstprojekten

Leicht. Verrückt. Schön?
Erfahrungen einer Clownin
„Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet“ – davon war der Dichter Christian Morgenstern überzeugt. Die so plausible Grundhaltung kann hart auf die Probe gestellt werden. Wie erfährt eine Clownin mit ihrer roten Pappnase, mit ihrer Leichtigkeit und Mimik, mit ihrer unerschrockenen Liebe für das Scheitern, dass Lachen und Sich-freuen nicht nur ansteckend ist, sondern auch die innere Leuchtkraft und die positive Ausstrahlung fördert – und dies auch auf Krebsstationen, in der Geriatrie oder Hospizen?
Dorothea Kromphardt, Weimar
Schauspielerin, seit 17 Jahren Klinik-Clown „Knuddel“ auf der Kinderkrebsstation der Universitätsklinik Jena sowie in der Geriatrie und als Fräulein Rosa auf der Palliativstation

Schön operieren!?
Von Idealen, Möglichkeiten und Grenzen
Nicht nur die Mode- und Kosmetikwelt oder die Fitness- und Wellnessbranche folgen den wandelnden Schönheitsidealen und ermöglichen, den eigenen Körper zu modellieren. Auch die Medizin bietet mit plastisch-ästhetischen Eingriffen Möglichkeiten, altersbedingte Veränderungen zu korrigieren, um schöner sein zu können – und erfreut sich steigender Nachfrage. Aufschlussreich ist daher ein Blick auf das Spektrum der Wünsche von Frauen und Männern, sich einer „Schönheitsoperation“ zu unterziehen. Was sind Grenzen eines Mediziners, wohin gehen die Trends?
Dr. med. Thomas Wagner, Weimar
Chefarzt der Schwansee-Klinik, Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Plastische Operationen

18.00 Uhr
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der Pfarrkirche Herz-Jesu

19.30 Uhr
Abendessen im Hotelrestaurant

Sonntag, 30. Dezember 2018

Frühstück

9.15 Uhr I Vortrag und Gespräch
Schönheit. Musik.
Komponisten, Klänge, Kriterien
Sprichwörtlich „schöne Musik“ löst bei ihren Hörern angenehme, erhebende und befreiende Empfindungen aus oder erlöst – glaubt man Arthur Schopenhauer – gar vom Leid der Welt. Vorstellungen „schöner Musik“ sind auch dem Wandel der Zeiten unterworfen: Während die Denker der Antike Schönheit mit Harmonie gleichsetzten, reicht später die Bandbreite der schönen Musik von Werken der Barock- und Klassikzeit über anmutige Tänze einer Salome bei Richard Strauss oder die eröffnende Be­gegnung mit den Strahlen der Morgensonne bei Edward Grieg bis hin zu beinahe esoterisch anmutenden Klängen. Es lohnt sich also, Kriterien „schöner Musik“ zu suchen und ihren Geheimnissen nachzuspüren.
Prof. Dr. Helen Geyer, Erfurt
Professorin für Musikwissenschaft, Musik der Spät­renaissance/des Barock/der Klassik, Institut für
Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

10.45 Uhr
Gespräche bei Kaffee, Tee und Gebäck

11.15 Uhr I Vortrag und Gespräch
„Der Glanz der größten Kunstwerke“
Kunst und Natur in Goethes Italienerfahrungen
Der amtlichen Verpflichtungen in Weimar überdrüssig, reist Goethe zwei Mal nach Italien. Hier öffnet er sich Kunst, Natur und Volksleben, das Erleben und Studium großer Kunst aus Antike und Renaissance auf dem Boden Italiens vermitteln ihm unverwechselbare Einsichten. Drei Jahrzehnte später veröffentlicht er seine „Italienische Reise“: ein in seiner persönlichen wie in seiner künstlerischen Aussage gleichermaßen herausragendes Werk, Vorbild für zahlreiche deutsche Italienbücher.
Prof. Dr. Jochen Golz, Weimar
Präsident der Goethe-Gesellschaft in Weimar e.  V.

Gelegenheit zur Mittagspause

14.30 Uhr I Einführung im Festsaal des Goethe-Nationalmuseums
„Kleider machen Leute”?
Das Musical „My Fair Lady“ und die Schönheit der reinen Sprache
Professor Higgins wettet, die heruntergekommene Sprache des schönen Blumenmädchens Eliza Doolittle und ihr Benehmen zur Vollkommenheit zu führen und sie so gesellschaftsfähig zu machen. Langwierig gestaltet sich der Unterricht, Fehlschläge pflastern den Weg zum Erfolg, doch am Ende steht die perfekte Eliza: bezaubernd schön, elegant, mit geschliffenen Umgangsformen und einer ausgewählten Sprache. Wie Pygmalion erschafft Higgins das vollkommene Wesen. Nur an Eines hat er nicht gedacht – an Elizas Gefühle. „My Fair lady“: eines der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten.
Rainer Thiesen, Köln

16.00 Uhr I Musicalbesuch im Deutschen Nationaltheater
„My Fair Lady”. Musical nach G. B. Shaw
Wiederaufnahme der Inszenierung 2015/2016 von Anthony Pilavachis, der mit über 80 Inszenierungen im In- und Ausland reüssierte und bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.

19.30 Uhr
Abendessen im Hotelrestaurant


Montag, 31. Dezember 2018 I Silvester

Frühstück

9.30 Uhr I Vortrag im Festsaal des Goethe-Nationamuseums
Verwandelnd, verbergend, verschönernd?
Die Maske in der Kulturgeschichte
Das Volk der Dogon in Mali benutzt Masken aus kultischen Gründen, beispielsweise eine Antilopenmaske im Umgang mit der Natur. Hier nimmt der Maskenträger nicht nur äußerlich, sondern auch inhaltlich eine andere Gestalt an. Ähnlich erschuf die Commedia dell‘ Arte Typen, die anhand von Masken kenntlich waren: So verkörpert der Harlekin eine variantenreiche Person, zwischen Gut und Böse schwankend. Die Maske kann aber auch verbergend wirken – ohne dass sie existiert: Hyacinth Rigauds Staatsporträt Ludwig XIV. zeigt zwar die Person des Königs, verbirgt sein wahres Ich aber hinter der Maske des gewünschten äußeren Eindrucks. Der farbenfrohe Schein venezianischer Karnevalsmasken wiederum spielt mit dem Reiz des Verborgenen, der Schönheit des Unbekannten.
Rainer Thiesen, Köln

11.00 Uhr
Pause

11.15 Uhr I Vortrag im Festsaal des Goethe-Nationalmuseums
Schön. Losgelöst.
Von der Wirkkraft des schönen Bildes
Von der bösen Stiefmutter Schneewittchens bei Walter Disney bis zum Ideal der deutschen Frau bei den Nationalsozialisten erlebte die erhabene Schönheit der Uta von Naumburg vielfache, bemerkenswerte Deutungen. Wieviel Aufsehen erregte das geheimnisvolle Lächeln der Mona Lisa? Auch die schnell verlorene Tugendhaftigkeit des schönen Gretchens aus Goethes „Faust“ hat die Vorstellungen durch die Zeiten nuancenreich geprägt. Die Betrachtung zeigt, wie herausragende Kunstwerke jenseits ihrer ursprünglichen Bedeutung ein interessantes „Eigenleben“ führen – und dies nicht zuletzt durch ihre, die Fantasie anregende, äußere Schönheit.
Rainer Thiesen, Köln

13.00 Uhr
Mittagessen im Hotelrestaurant

15.15 Uhr
Fahrt mit dem Reisebus zur Weimarhalle

16.00 Uhr I Besuch des Silvesterkonzertes
Beschwingt. Klangvoll.
Kompositionen zum Jahresausklang
Programm
Dmitri Schostakowitsch: Suite aus der musikalischen Komödie „Moskau Tscherjomuschki“
Johann Nepomuk Hummel: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 a-Moll op. 85
Werke von Johann Strauß, Joseph Lanner und Carl Michael Ziehrer
„Hochvirtuose Klaviermusik aus der Feder des einstigen Weimarer Hofkapellmeisters Johann Nepomuk Hummel, dessen Geburtstag sich 2018 zum 240. Mal jährt, schlägt die Brücke zurück zur Tradition und lässt atemlos staunen, ehe sich mit Wiener Walzern und Co. der entspannte und melodienselige Teil des Abends anschließt.“ (Deutsches National­theater)
Dirigent: Eduardo Portal
Ausführende: Dmitry Shishkin (Klavier), Staatskapelle Weimar

18.15 Uhr
Rückfahrt mit dem Reisebus

19.30 Uhr
Festlich. Schwungvoll. Zuversichtlich.
Gala-Dinner, musikalisch begleitet vom Thüringer Salonquintett
Libor Kaltofen, 1. Violine
Maryna Gruner, 2. Violine
Izabela Arens, Cello
Peter Nelson, Kontrabass
Aya Kugele, Klavier

0.00 Uhr
Herzlich willkommen: Das Jahr 2019!


Dienstag, 1. Januar 2019 I Neujahr

Frühstück

Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der Herz-Jesu-Kirche (10.00 Uhr) bzw. eines evangelischen Gottesdienstes in der „Herderkirche“ (11.00 Uhr).

12.30 Uhr
Lunchbuffet im Hotelrestaurant, Abfahrt mit dem Reisebus (13.45 Uhr)

14.15 Uhr I Besuch der Dorfkirche mit Orgelanspiel (exklusiv)
Schönheit auf dem Lande
Einst Rittergut, heute KulturGut Ulrichshalben
Das Pianistenehepaar Helene und Sebastian Roth übernahm 2010 das großzügige Areal der einstigen Wasserburg Ulrichshalben mit Bauernhaus, Pferdestall, Dorfteich und Dorfkirche. Nach aufwendiger Restaurierung ist das Ensemble längst eine „Schönheit auf dem Lande“. Die kleine Dorfkirche birgt mit der historischen Witzmann-Orgel seit mehr als 200 Jahren einen wertvollen Schatz, der einstige Pferdestall ist mit dem Steinway-Flügel nun ein wunderbarer Konzertraum.
Führung in der Kirche und Orgelanspiel
Sebastian Roth, Ulrichshalben

15.15 Uhr I Neujahrskonzert auf dem KulturGut Ulrichshalben (exklusiv)
Von Wien in die Welt
Kompositionen voll Besinnlichkeit, Virtuosität und Lebensfreude mit Werken u. a. von Mozart, Kreisler, Piazzolla, Gershwin  

Interpreten
Helene Roth, Klavier
Studium im Hauptfach Klavier an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar sowie an der Sibelius Akademie Helsinki, seit 2003 u. a. Tätigkeit als Pianistin, Klavierpädagogin, Mentorin und Jurorin.
Sebastian Roth, Klavier
Studium im Fach Klavier an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, Folgestudium an der Universität Mozarteum in Salzburg, Konzerte als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter national und international, Lehrtätigkeit in den Fächern Klavier und Kammermusik an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und dem Musikgymnasium Belvedere.
Alexia Eichhorn, Violine
Studium im Fach Violine u. a. an den Musikhochschulen Mannheim und Saarbrücken, ausgezeichnet mit verschiedenen Preisen, Engagements bei verschiedenen Orchestern (u. a. Orchestre de Bretagne, Heilbronner Symphonieorchester, Orchestra di Bari, Korean Chamber Orchestra, Kurpfälzisches Kammerorchester), Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.
Prof. Dr. Friedemann Eichhorn, Violine
Studium im Fach Violine an der Musikhochschule Mannheim sowie an der International Menuhin Music Academy in der Schweiz, seit 2002 Professor für Violine an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Zuvor unterrichtete er an der Folkwang Hochschule Essen, Abteilung Duisburg. Er gibt Kurse u. a. an der Sommerakademie des Mozarteums Salzburg und seit 2004 an der Gustav Mahler Akademie Bozen.

17.45 Uhr
Rückfahrt mit dem Reisebus nach Weimar

19.00 Uhr
Neujahrsempfang und Abendessen im Hotelrestaurant


Mittwoch, 2. Januar 2019

Frühstück

9.45 Uhr | Spaziergang
Winterlich. Idyllisch.
Der Park an der Ilm
Die Ilm schlängelt sich durch das Herzstück der „Gartenlandschaft Weimar“, die Goethe einst mitgestaltete. Hier wuchs aber auch seine Kritik am sentimentalen Garten. So entstand zwischen Schloss, Gartenhaus und
Römischem Haus ein nahezu perfektes Arkadien.
Rainer Thiesen, Köln

11.30 Uhr
Rückfahrt mit dem Reisebus nach Bensberg (Ankunft ca. 17.45 Uhr) und Köln (Ankunft ca. 18.30 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.