Jetzt! … oder nie?

Entscheidende Momente. Von der Gunst der Stunde. Festlicher Jahreswechsel in Bensberg

Die einmalige, unwiderbringliche Chance, der Moment, an dem sich Himmel und Erde scheinbar berühren, der Augenblick des „Jetzt oder nie!“ – die alten Griechen hatten einen Ausdruck dafür: Kairos. Diese „göttliche Gelegenheit“ gibt dem Leben erst seine Würze, sie stellt vor Entscheidungen, weist in die Zukunft, inspiriert und eröffnet neue Horizonte. Aber: Wie und wo zeigt sie sich, wie wird sie am Besten ergriffen, wie kann sie herbeigeführt werden?
Gehen Sie diesen spannenden Fragen nach bei festlicher Atmosphäre und stimmungsvollen Begegnungen, lernen Sie bei intensiven Gesprächen Menschen kennen, die auf eine besondere Weise den einmaligen Augenblick erlebt haben oder ihn sogar immer wieder neu erfahren. Inspirierend sind dabei auch die Reisen zu den Orten im Rheinland, die in ihrer Geschichte selbst aus dem entscheidenden Moment heraus eine Neudeutung erlebt haben.

Leistungen

Der Preis für die festliche Veranstaltung beträgt 1.298,00 € und umfasst:

  • 5 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC im Kardinal-Schulte-Haus;
  • Frühstücksbuffet, Mittag- und Abendessen (Menü oder Buffet), Kaffee- und Teepausen laut Programm;
  • Mineralwasser im Tagungsraum während der Vorträge im Kardinal-Schulte-Haus;
  • „Café Augenblick“ (Musik, Rezitationen, Gespräche bei Kaffee, Tee und Kuchen) laut Programm;
  • Kulturdinner am 29.12.2018 im Kardinal-Schulte-Haus (begleitende Weine, Mineralwasser, Kaffee);
  • Zwei-Gänge-Mittagsmenü am 28.12.2018 im Museumscafé „Chez Max“, Brühl (inkl. Mineralwasser);
  • Opernbesuch „La Forza del Destino“ im Staatenhaus (Karte im Wert von 54,40 €, Preisgruppe 2) oder „Solo
  • Piano 3“ Konzert mit Chilly Gonzalez in der Philharmonie Köln (Karte im Wert von 46,00 €, Preisgruppe 3).
    Bitte geben Sie Ihren Kartenwunsch bei der Anmeldung an. Erfolgt keine Angabe, legen wir die Opernkarte im Wert von 54,40 € zugrunde. Ergibt sich eine Differenz, wird diese bei der Rechnungsstellung berücksichtigt. Die jeweiligen Kontingente sind begrenzt;
  • Mittagessen am 29.12.2018 im Kardinal-Schulte-Haus (inkl. Mineralwasser);
  • Mittagessen am 30.12.2018 im Schlosscafé Türnich (inkl. Mineralwasser);
  • Silvester-Gala-Dinner am 31.12.2018 (inkl. Aperitif, Wein, Mineralwasser, Kaffee) und Sektempfang zum neuen Jahr;
  • Neujahrs-Matinée mit Mittagsbuffet;
  • Vorträge, Lesungen und musikalische Beiträge laut Programm;
  • Exkursionen mit einem Reisebus einschließlich Transfers, Eintritte und Führungen laut Programm.

Das Kardinal-Schulte-Haus
Die festliche Veranstaltung zum Jahreswechsel findet statt im Kardinal-Schulte-Haus, Sitz der Thomas-Morus-Akademie und modernes Konferenzhotel des Erzbistums Köln, ruhig gelegen in einer 8 ha großen Parkanlage, auf einer kleinen Anhöhe in Bensberg (20 km östlich von Köln). Bei klarem Wetter beeindruckt der Panoramablick vom „Bergischen Balkon“ über die Kölner Bucht. Das Haus verfügt über insgesamt 44 Einzelzimmer sowie 106 Doppel- und Zweibettzimmer, jeweils ausgestattet mit TV und Radio, Safe, kostenfreiem WLAN und Bad mit Dusche/WC und Fön. (www.k-s-h.de)

Ein Einzelzimmerzuschlag wird nicht erhoben.

Parken
Anreisemöglichkeiten nach Bensberg bestehen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Gäste, die mit dem eigenen PKW anreisen, können auf dem Parkplatz des Kardinal-Schulte-Hauses parken (Gebühren 7,50 € für den gesamten Aufenthalt).

Ablauf

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Ab 13.00 Uhr | Individuelle Anreise

Herzlich willkommen in Bensberg  

 
14.00 Uhr | Begrüßung & Einführung in das Programm
„Café Augenblick“
Kaffee, Tee und Gebäck, Musik und Gespräch
Bernd Kämmerling, Klavier
    
15.00 Uhr | Vortrag & Gespräch
Göttliche Augenblicke
Eine biblisch-theologische Meditation über das Jetzt
An göttlichen Augenblicken herrscht in der Bibel kein Mangel: So wie im Alten Testament Gott immer wieder in die Geschicke seines Volkes Israel eingreift – besonders deutlich etwa während des Auszugs aus Ägypten – so wird im Neuen Testament Jesus mit dem Reich Gottes eine Zeit ankündigen, in der der glückliche Augenblick gleichsam Ewigkeit wird. Was aber bedeutet diese Hoffnung für das Jetzt? Was sind göttliche Augenblicke im eigenen Leben?
Dr. Gregor Taxacher
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Katholische Theologie, Fakultät für Humanwissenschaften und Theologie, TU Dortmund

17.00 Uhr | Vortrag & Gespräch
Lebenskunst im Hier und Jetzt
Eine Spurensuche von der Antike bis zur Gegenwart
Auf die Frage an den griechischen Gott Kairos, warum er eine Haarlocke vor der Stirn trage, antwortet dieser: „Damit mich ergreifen kann, wer mir begegnet.“ Gelegenheiten beim Schopfe zu packen ist jedoch nicht leicht – wer zu spät kommt, rutscht am kahlgeschorenen Hinterkopf des Gottes ab. Die Gunst wie auch die Kunst des Augenblicks besteht mithin seit der griechischen Antike darin, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein und dann auch noch die richtige Entscheidung zu treffen – eine schwierige Aufgabe, die die praktische Philosophie seit der Antike immer wieder neu und mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchdacht hat, die auch für die Gegenwart interessant sind.
Prof. Dr. Armin G. Wildfeuer
Lehrstuhl für Philosophie an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln

18.30 Uhr | Abendessen

Freitag, 28. Dezember 2018

7.45 Uhr | Impulse für den Tag
„… achte auf die rechte Zeit!“ (Sir 4,20)

Frühstück

9.00 Uhr | Exkursion nach Brühl in einem Reisebus mit Besuch des Max-Ernst-Museums
„Ein Maler ist verloren, wenn er sich findet“
Die Kunst des Augenblicks bei Max Ernst
Max Ernst, der 1891 in Brühl geborene Maler, Grafiker und Bildhauer, revolutionierte die Sprache der Malerei des 20. Jahrhunderts. Aber nicht nur sein Werk mit neuartigen Bildsujets und Gestaltungstechniken ist interessant, sondern auch sein von vielen überraschenden Wendungen, Entscheidungen und persönlichen Weiterentwicklungen geprägtes Leben. Mit seinen Gemälden, Collagen und Skulpturen schuf der Künstler rätselhafte Bildkombinationen, bizarre Wesen und Landschaften – aber er verfasste auch kunsttheoretische Schriften.
Dr. Beate Marks-Hanßen
Kunsthistorikerin, Bonn

12.30 Uhr | Mittagessen im Museumscafé "Chez Max"

14.00 Uhr | Rückfahrt nach Bensberg

15.30 Uhr
"Café Augenblick“
Kaffee, Tee und Gebäck, Musik und Gespräch
Bernd Kämmerling, Klavier
Michael Mertes
U. a. von 1987 bis 1998 im Bundeskanzleramt als Chefredenschreiber von Helmut Kohl, von 2006 bis 2010 Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien sowie Bevollmächtigter des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund; von 2011 bis 2014 Leitung des Auslandsbüros Israel der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem.

16.00 Uhr | Gespräch
Politik und die Gunst der Stunde
Einblicke in die Zyklen der Macht seit 1945
Der Erfolg und die Wahrnehmung von Politikerinnen und Politikern wird in hohem Maße davon bestimmt, wie sie auf die Fragen ihrer Zeit oder die sich oft plötzlich ergebenden politischen Ereignisse reagieren – und ob sie in der Lage sind, diesen ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Die deutsche Wiedervereinigung 1990 ist nur das eindrücklichste Beispiel für die schnelle Umsetzung einer unverhofften Chance. Warum aber gelingt es in der Politik nicht immer, die Gunst der Stunde tatsächlich zu nutzen?  
Dr. Michael Mertes, Wachtberg
 
17.00 Uhr | Abendessen

18.00 Uhr | Fahrt mit einem Reisebus nach Köln
Oper oder Konzert?
Sie haben die Wahl. Bitte wählen Sie aus und vermerken Sie das Ergebnis Ihrer Entscheidung bei der Anmeldung. Mehr Informationen in den Hinweisen.

19.00 Uhr | Oper Köln (Staatenhaus)
La Forza del Destino – Die Macht des Schicksals
Oper in vier Akten. Musik von Giuseppe Verdi, Libretto von Francesco Maria Piave
Musikalische Leitung: Will Humburg
Inszenierung: Olivier Py
Orchester: Gürzenich-Orchester Köln

oder

20.00 Uhr | Kölner Philharmonie
Chilly Gonzales – Solo Piano III
Der Kanadier Chilly Gonzales (bürgerlich: Jason Charles Beck) studiert zunächst Jazz-Piano in Montreal, wendet sich dann der Pop-Musik zu, lebt in Paris, Berlin und heute in Köln. Die auf den Alben Solo Piano I, II und III erschienenen Klavierstücke werden von der Kritik hochgelobt, da sie innovativ Neoklassik und Jazz miteinander verbinden.
Rückfahrt nach Bensberg

Samstag, 29. Dezember 2018

7.45 Uhr | Impulse für den Tag
„Ein Baum bringt Frucht zu seiner Zeit“ (Ps 1,3)

Frühstück

9.00 Uhr | Exkursion nach Wuppertal in einem Reisebus  
Eine günstige Gelegenheit für alle
Das Genossenschaftswesen in Wuppertal
In kaum einer anderen Stadt des Rheinlandes ist die Bedeutung der Konsumgenossenschaften als gelebter Utopien zu Beginn des 20. Jahrhunderts so gut erkennbar wie in Wuppertal. Die beiden ehemals selbstständigen Städte Elberfeld und Barmen waren Hochburgen des Genossenschaftswesens, mehr als ein Viertel der Bevölkerung der alten Industriestädte gehörte einer Konsumgenossenschaft an. Eigene Produktionsstätten, qualitätsvolle Waren, modernste Infrastruktur, vorbildliche Arbeitsbedingungen und Wohnhäuser für die Beschäftigten zeichneten den Anspruch der Arbeiter-Genossenschaft aus.
Dr. Arno Mersmann
Geograph mit zahlreichen Veröffentlichungen zur Genossenschaftsidee. Vorstand im Konsumgenossenschafts-Verein "Vorwärts" in Wuppertal.

13.30 Uhr | Mittagessen im Kardinal-Schulte-Haus

15.30 Uhr
„Café Augenblick“
Kaffee, Tee und Gebäck, Musik und Texte
Bernd Kämmerling, Klavier
Dr. Andreas Thiel, Rezitationen

16.00 Uhr | Vortrag & Gespräch
Der Moment der höchsten Verdichtung
Fotografie als Suche nach dem richtigen Augenblick
Zeitgeschichte ist seit über 150 Jahren auch Bildgeschichte – die wichtigsten Ereignisse in dieser Zeit sind mit ikonischen, in einem Moment höchster Verdichtung entstandenen Bildern verknüpft, die ganze Epochen und ihre Protagonisten wieder aufleben lassen. Der Kniefall Brandts in Warschau oder Neil Armstrong auf dem Mond sind nur zwei Beispiele dafür. Aber: Wie gelingt es Fotografen, auf diesen Moment handwerklich eingestellt zu sein und ihn dann auch einzufangen? Was lässt den Augenblick überhaupt zum Augenblick werden? In welcher Geisteshaltung gilt es, die günstige Gelegenheit zu erfassen?
Andreas Herzau, Hamburg
Fotograf und Dozent für Fotografie, wurde in diesem Jahr für die beste politische Fotografie des Jahres 2017 ausgezeichnet.

17.30 Uhr | Gespräch
Die Inszenierung des Augenblicks
Dirigenten als musikalische Psychologen
Jeder Opern- oder Konzertbesucher kennt diese rauschhaften Momente, wenn Musik und Gesang in eine andere Welt hinwegführen, wenn der Zauber der Bühne einem den Atem raubt. Diesen Augenblick des höchsten Kunstgenusses zu ermöglichen ist jedoch nichts weniger als konzentrierte Arbeit und höchste Könnerschaft, die vor allem den Dirigenten alles abverlangt. Ihre Aufgabe ist es, viele Leistungen so zu konzertieren, dass daraus mehr entsteht als die Summe einzelner Anteile. Welche Überlegungen und handwerklichen Fähigkeiten spielen dabei eine Rolle? Wie gelingt die Inszenierung des Augenblicks?    
Johannes Witt
studierte Dirigieren an der Hochschule für Musik und Tanz, Köln, und am Rimski-Korsakow Konservatorium St. Petersburg. Seit der Saison 2016/2017 ist Johannes Witt als 2. Kapellmeister mit Repetitionsverpflichtung am Aalto-Theater Essen engagiert.

19.00 Uhr | Kulturdinner
Der Genuss des Augenblicks
Mahlzeiten zwischen Tradition und Trend
Gemeinsames Essen ist im Aufschwung. Doch nicht nur die Mahlzeit im Kreis der Familie, mit Freundinnen und Freunden oder unter Kollegen, sondern zunehmend auch Herkunft und Qualität der verwendeten Lebensmittel und die technischen Finessen ihrer Zubereitung rücken in den Fokus. Das zwanglose Abendessen wird vielfach zur durchgeplanten Inszenierung. Dieser Paradigmenwechsel von der Versorgungs- zur Eventküche scheint eine nahezu unaufhaltsame Entwicklung zu sein. Geht damit der unvoreingenommene Genuss des Moments verloren?
Johannes J. Arens, Köln
Kulturanthropologe & Autor, schreibt über kulinarische Themen, ist Redaktionsleiter des Kölner Restaurantführers tagnacht und Initiator der Gastro-Formate SundaySupper und Food Reading Festival.


Sonntag, 30. Dezember 2018

7.45 Uhr | Impulse für den Tag
„Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit“ (Koh 1,3)

Frühstück

9.00 Uhr | Exkursion nach Kerpen/Schloss Türnich in einem Reisebus
Lust auf Zukunft
Das Barockschloss Türnich bei Kerpen
Auf den ersten Blick ist Schloss Türnich ein rheinischer Adelssitz klassischer Art. Eingebettet in die Auenlandschaft der Erft, umgeben von Wassergräben, präsentiert er sich mit Herrenhaus und Vorburg, mit Kapelle und Mühle, mit formalen Gärten und einem Landschaftspark. Was es aber heraushebt sind seine Geschichte, seine Gestalt und seine Erhaltung im Zusammenhang mit einer mehr als tausendjährigen Kontinuität, die nicht nur im geschichtsträchtigen Rheinland ausgesprochen selten ist. Aber ein Schloss in die Zukunft zu führen – das braucht Gespür für die Bedürfnisse der Gegenwart und den rechten Augenblick der Weiterentwicklung.
Markus Juraschek-Eckstein, Bensberg
Kunsthistoriker und Germanist

12.30 Uhr | Mittagessen im Café Schloss Türnich

14.00 Uhr | Rückfahrt nach Bensberg

15.30 Uhr
„Café Augenblick“
Kaffee, Tee und Gebäck, Musik & Texte
Bernd Kämmerling, Klavier
Dr. Andreas Thiel, Rezitationen

16.00 Uhr | Vortrag & Gespräch
„Ich vermisse nichts. Ich bin tief zufrieden mit meinem Leben.“
Die Eremitin Maria Anna Leenen
Viele Menschen erhoffen einen die Augen öffnenden Moment in ihrem Leben, der ihnen eine neue Richtung gibt oder sie ihre eigene Berufung entdecken lässt. Für Maria Anna Leenen war ein solcher Moment die radikale Entscheidung für ein Leben als Eremitin, das sie heute in einer Klause im Bistum Osnabrück führt. Wie blickt sie auf ihre Biographie, wie überraschend war es für sie, ihre Berufung zu entdecken? Was bedeutet es heute, eine so ungewöhnliche Lebensform zu wählen?
Maria Anna Leenen
lebt seit 1994 als Eremitin in der Klause St. Anna im Norden des Bistums Osnabrück. Sie schreibt seit vielen Jahren zu den Themen Spiritualität und geistliches Leben.

17.30 Uhr | Vortrag & Gespräch
„Spude dich, Kronos!“
Der erfüllte Augenblick in Goethes Sturm-und-Drang-Hymnen
Zu den Kriterien, die Goethe in seinen Sturm-und-Drang-Hymnen dem Originalgenie zuschreibt, gehört die Fähigkeit, dem unaufhaltsamen Lauf der Zeit einen erfüllten Augenblick abzugewinnen, der für das Leben prägend ist und ihm Dauer verleiht. Den rechten Moment zu ergreifen ist daher vornehmlich für den kreativ Tätigen von grundlegender Bedeutung.
Prof. em. Dr. Rudolf Drux
war von 1996-2014 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln.

19.00 Uhr | Abendessen

Montag, 31. Dezember 2018

7.45 Uhr | Impulse für den Tag
„Die Frucht des Geistes ist … Geduld.“ (Gal 5,22)
 
Frühstück

9.00 Uhr | Vortrag & Gespräch
Entscheidende Momente für die Kunst
Das Zusammentreffen von Künstlern und ihren Förderern
Vieles muss im richtigen Augenblick zusammenkommen, damit das Besondere, das Einzigartige entsteht. Denn der Wille, dass Kunst entstehen möge, ist ohne den ausführenden Künstler so ohnmächtig wie umgekehrt die Kunst ohne den Wegbereiter, der das Werk fordert und es ermöglicht. So gewann die Akropolis in Athen ihre Kraft und Ausstrahlung erst durch das kongeniale Zusammenwirken von Perikles und dem Bildhauer Phidias – und in der Sixtinischen Kapelle beseelte Gott Adam erst dann, als Papst Julius II. auf Michelangelo Zwang ausgeübt hatte …  
Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe

10.30 Uhr | Kaffee- und Teepause

11.00 Uhr | Vortrag & Gespräch
Das Schicksalsrad der Fortuna
Die Zyklen der Kunstrezeption
Was heute als große Kunst gilt, wurde zur Zeit der Entstehung oft wenig geachtet. Vielfach entfaltete sie ihre Wirkung auch erst in späteren Epochen, wie beispielsweise El Grecos Werk im Expressionismus. So dreht sich das Schicksalsrad der Fortuna munter immer weiter: Kunst wird geachtet, verachtet, gar geächtet, dann wieder entdeckt, bewundert und schließlich wird sie manchmal sogar zum Ferment neuer Wunder in der Kunst. Was aber beeinflusst diese Zyklen der Wahrnehmung von Kunst? Was wird zurecht vergessen – und was harrt noch einer glücklichen Wiederentdeckung?   
Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe

13.00 Uhr | Mittagessen

15.30 Uhr
Film-Momente
Kaffee, Tee und Gebäck

18.00 Uhr | Meditative Impulse zum Jahresende
„Der Kairos ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe gekommen“ (Mk 1,15)

19.30 Uhr
Silvesterempfang

20.00 Uhr
Festliches Silvester-Gala-Dinner
mit Klängen des Streichquartetts Ad Libitum

Das Streichquartett Ad Libitum
Ilan J. Gilad – 1. Violine
Roman Brncic – 2. Violine
Viola Gilad – Viola
Lisa Mersmann – Cello
Das Streichquartett Ad Libitum, im Mai 2006 von Ilan J. Gilad gegründet, besteht aus einem festen Stamm professioneller Musikerinnen und Musiker, Absolventen der Musikhochschulen in NRW. Die Musiker sind überwiegend ehemalige Mitglieder der Jungen Deutschen Philharmonie und des Bundesjugendorchesters.

24.00/00.00 Uhr
Ende und Anfang
Herzlich willkommen. Das Jahr 2019.
Empfang

Ad Libitum spielt anschließend bis 1.00 Uhr in der Dom-Lounge des Kardinal-Schulte-Hauses.

Dienstag, 1. Januar 2018 / Neujahr

ab 8.00 Uhr | Frühstück

10.00 Uhr | Neujahrsgottesdienst in der Edith-Stein-Kapelle
„Das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden.“ (2 Kor 5,17)
Zelebrant
Prälat Josef Sauerborn, Köln
Mitglied des Domkapitels der Hohen Domkirche zu Köln und Bischofsvikar für den Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln

11.15 Uhr
Neujahrs-Matinée
Texte, Musik
Rezitationen
Dr. Andreas Thiel, Bad Soden

Musikalische Gestaltung
Bernd Kämmerling-Trio
Bernd Kämmerling, Klavier
Fritz Roppel, Bass
Christoph Freier, Schlagzeug

13.15 Uhr
Neujahrsbuffet  

14.30 Uhr | Verabschiedung    
Auf Wiedersehen!

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.