Ferienakademie - Galicien - Thomas-Morus-Akademie Bensberg
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Das grüne Spanien am Ende der Welt

Galicien – Natur, Kultur und Kulinarik

Wegen seiner Randlage im Nordwesten der Iberischen Halbinsel galt Galicien jahrhundertelang als rückständig und provinziell. Dabei hat der Kulturaustausch entlang der Pilgerrouten nach Santiago de Compostela Teilen der Region bereits im Mittelalter eine ausgesprochen europäische Dimension verliehen. Abseits der gängigen Reiserouten verbinden sich in dieser Ferienakademie herausragende Zeugnisse einstiger Lebens- und Glaubenswelten aus mehr als zwei Jahrtausenden mit beeindruckenden Landschaftserfahrungen, die manches Spanien-Klischee revidieren. Höchst abwechslungsreiche Küstenabschnitte, stille Flusstäler und vorwiegend aus Granitstein erbaute altehrwürdige Städte geben Galicien ein ganz eigenes Gepräge. Besichtigungen in den vier Provinzhauptstädten sowie Besuche verborgener Kleinodien vervollständigen die Eindrücke. Einen besonderen Akzent bei dieser Rundreise setzen nicht zuletzt die Übernachtungsorte in historischen und traumhaft gelegenen Paradores sowie in drei ehemaligen Klosterbauten.

Ihr/e Reiseleiter/in

Sonntag, 9. Juni 2024
Flug mit Lufthansa von Frankfurt (13.45 Uhr) nach Santiago de Compostela (16.20 Uhr) und Empfang durch Ihren Reiseleiter Matthias Franze.
Bienvenido - willkommen in Galicien!
Fahrt durch die grüne Landschaft des äußersten Nordwestens Spaniens zum Parador de Baiona****, der inmitten einer Festungsanlage auf einer von den Wellen des Atlantiks umspülten Halbinsel liegt.


Montag, 10. Juni 2024
Zwei Seiten des Atlantiks auf den Cíes-Inseln - Pontevedra
Mit der Fähre geht es zu den Cíes-Eilanden, wo der Strand von Rodas eher an die Karibik als an Nordspanien erinnert. Bei einem Spaziergang werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erkundet. Zurück auf dem Festland folgt eine Fahrt nach Pontevedra mit Gang durch die Altstadt zur Peregrina-Kirche sowie zur Basilika Santa María im gotisch-manuelinisch-plateresken Stil.


Dienstag, 11. Juni 2024
An den Gestaden des Miño
Heute geht es gen Süden. An der Mündung des Río Miño in den Atlantik erhebt sich die zur Zeit der keltischen Castro-Kultur errichtete Rundbauten-Siedlung Santa Tecla mit zahlreichen Felsbildern. Unweit von hier wird der frische Albariño-Weißwein angebaut, der beim Besuch eines Weingutes besonders den Freunden des Rieslings gefallen wird. Nach der Besichtigung der Festungskathedrale im Grenzort Tuy führt die Fahrt nach Leiro, wo der Tag im Monasterio de San Clodio Hotel****, einem ehemaligen Zisterzienserkloster, seinen Abschluss findet.


Mittwoch, 12. Juni 2024
Unterwegs in der Provinz Ourense
Im nahe gelegenen Ribadavia legt das einstige Judenviertel Zeugnis ab von der Bedeutung der mittelalterlichen Gemeinschaft sephardischer Juden. Im ausladenden Klosterkomplex von Celanova hat sich eine kleine mozarabische Kapelle aus dem 10. Jahrhundert erhalten. Orense schließlich beeindruckt durch seine öffentlichen Thermalquellen, die frühgotische Kathedrale mit dem außergewöhnlich farbigen Paradies-Portal sowie die Millenniumsbrücke von 2001. Der Parador de Santo Estevo****, einst ein mächtiges Benediktinerkloster und heutiges Etappenziel, eröffnet spektakuläre Panoramablicke auf die Schlucht des Flusses Sil.


Donnerstag, 13. Juni 2024
Verborgene Kunstschätze im Hinterland: Lugo
Der Tag beginnt mit einer Bootsfahrt durch die Schlucht des Flusses Sil, an dessen steilen Ufern schon die Römer ihren Wein anbauten. Erstes Ziel ist die Stadt Lugo, deren historisches Zentrum vollständig von einer über zwei Kilometer langen römischen Stadtmauer umschlossen ist (UNESCO-Weltkulturerbe). Ein Spaziergang auf dieser Mauer führt zur romanischen Kathedrale. Mit dem Besuch der spätrömischen Kultstätte von Santa Eulalia de Bóveda, wo sich der älteste Hufeisenbogen des Abendlandes befindet, endet der Tag in der Hafenstadt A Coruña.


Freitag, 14. Juni 2024
A Coruña, die „Stadt aus Glas”
A Coruña ist als größte Stadt Nordgaliciens wirtschaftlicher und kultureller Motor der Region. Bereits in der Antike war die Stadt von Bedeutung, wie der einzige erhaltene Leuchtturm aus der Römerzeit bezeugt, der zugleich das älteste aktive Schifffahrtszeichen der Welt ist. Die „Ciudad de Cristal“ (Stadt aus Glas) mit ihrer bezaubernden Altstadt und dem Museum der schönen Künste, das unter anderem zahlreiche Kaltnadelradierungen von Francisco de Goya beherbergt, ist eine lohnende Erkundung. Anschließend folgt die Fahrt nach Santiago de Compostela, zum eleganten und von Gärten umgebenen Hotel Palacio del Carmen*****, eingerichtet im einstigen Oblaten-Konvent.


Samstag, 15. Juni 2024
Spirituelles, kulturelles und politisches Zentrum: Santiago de Compostela
Seit über tausend Jahren ist Santiago de Compostela mit dem Grab des Apostels Jakobus das Sehnsuchtsziel zahlloser Pilgerinnen und Pilger. Die Architektur der romanischen Kathedrale hatte enormen Einfluss auf die spanische Kirchenbaukunst. Seit 2018 erstrahlt das restaurierte Glorienportal des genialen Meisters Mateo nach langer Renovierung wieder in seiner originalen Polychromie. Lohnend ist auch der Besuch des Kirchenmuseums sowie ein Spaziergang durch die historische Altstadt zu den Markthallen, die am heutigen Samstag besonders sehenswert sind. Anschließend bietet sich Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der Kathedrale.
Beim Abschlussabendessen in einem Restaurant können die kulinarischen Spezialitäten Galiciens ausgiebig genossen werden.


Sonntag, 16. Juni 2024
Adeus Galicia!
Schlusspunkt der Reise ist ein sonntäglicher Spaziergang durch den Alameda-Park mit seinen botanischen Raritäten, interessanten Skulpturen und einem Blick auf das schöne Kollegium Fonseca im Süd-Campus der Universität von Santiago. Anschließend Fahrt zum Flughafen von Santiago und Rückflug (17.10 Uhr) mit Lufthansa nach Frankfurt (19.35 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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