© A. Savin
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Felder. Walnüsse. Alleen.

Literarische Streifzüge durch das Bergische Land

Kein schöner Land in dieser Zeit – heißt es in dem bekannten Volkslied von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio. Es besteht kaum Zweifel, dass es sich bei der darin besungenen Landschaft um die Heimat dieses „Bergischen Jongen“ handelt. Fast 180 Jahre ist dieses Lied nun alt und in der Zwischenzeit hat sich diese Landschaft, aber auch unser Verhältnis zur Natur gewandelt. In geführten Lesungen sollen drei namhafte Autoren, die im Bergischen Land lebten oder leben, in ihrem Verhältnis dazu zu Wort kommen.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 118,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Köln und Bensberg sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Hotel-Restaurant Wißkirchen in Odenthal-Altenberg;
  • Lesungen.

Hinweise
Bei den literarischen Streifzügen wird eine Strecke von insgesamt ca. 9 km, aufgeteilt in zwei kürzere Spaziergänge und einen längeren Weg von ca. 7 km, zurückgelegt. Der Transfer zwischen den Standorten erfolgt mit dem Reisebus.
Wir empfehlen festes Schuhwerk, Sonnenschutz, ggf. wetterfeste Kleidung. Bitte denken Sie auch daran, ausreichend Wasser mitzunehmen.
Zeit für ein gemeinsames Picknick mit mitgebrachtem Proviant am Nachmittag ist vorgesehen.

Ablauf

Donnerstag, 11. Juli 2019
Busreise ab Köln (8.15 Uhr) und Bensberg (9.00 Uhr) nach Köln-Dellbrück.

Felder
Der 1932 in Köln geborene Büchner-Preisträger Jürgen Becker lebt seit Jahrzehnten am Rande des südlichen Bergischen Landes. In seinen frühen Gedichtbänden „Felder“ (1964) und „Das Ende der Landschaftsmalerei“ (1974) wird das alte Genre der Naturlyrik zur Landschaftsdichtung umgestaltet. Der Begriff der Landschaft setzt ein die Natur beobachtendes und seit der Industrialisierung massiv in sie eingreifendes Subjekt voraus. Zwei kleinere Spaziergänge in Köln-Dellbrück und im Tal der Dhünn führen zu „Kühlschrank-Ruinen im Unterholz“ und in die „Trümmer des Waldes“.

Walnüsse
Idyllischer wirken die Moment-Gedichte des gebürtigen Westfalen Arnold Leifert (1940-2012). 1973 zog er von Köln in eine kleine Ortschaft bei Much. Nachdem er bis in die 1970er- Jahre mit politischen Dichtungen auf sich aufmerksam machte, wandte er sich nun verstärkt Natur und Landschaft zu. „hier brandet / das Leben / gegen unser / Leben // des Zugriffs / auf alles was ist“ klingt es beinahe versöhnlich bei ihm. 2004 richtete er gemeinsam mit dem Grafiker Niklas Schütte und der Gemeinde Much den Lyrikweg ein, eine Freilandpräsentation seiner Gedichte.

Alleen
Zwischen 1944 und 1946 lebten Heinrich Böll (1917-1985) und seine Frau Annemarie in der Gemeinde Much. Dorthin waren sie aus dem ausgebombten Köln geflohen. Der Böllweg erinnert an diese Zeit des Literaturnobelpreisträgers in Much. Auf einem Teilstück des Weges bis zur Ortschaft Marienfeld sollen vor allem die frühen Erzählungen Bölls, die von den Erfahrungen des Krieges und fragmentierten Landschaften berichten, zitiert werden.

Rückreise nach Bensberg (ca. 18.45 Uhr) und Köln (ca. 19.30 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.