Wenn wir auf dem rechten Auge blind sind-Fachtagung in Bensberg
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Wenn wir auf dem rechten Auge blind sind …

Rechtsextremismus in Polizei, öffentlichen Einrichtungen und gesellschaftlichen Gruppen

Die Themen Rassismus und Rechtsextre­mismus beschäftigen nicht nur die Sicherheitsbehörden und Politik, sondern wurden auch in den letzten Monaten in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Zur Debatte stehen wissenschaftliche Gutachten, die eine neutrale Bewertung ermöglichen sollen, aber auch die Einrichtung eines Sonderbeauftragten im Innenministerium, wie beispielweise in NRW, der intern innerhalb der Polizei des Landes rechtsextremistische Tendenzen erkennen und Tatverdächtige sanktionieren soll. Aber auch andere Bereiche des öffentlichen Lebens geraten in den Blick, bei denen eine Aufarbeitung notwendig erscheint, wie die Bereiche der Justiz, des Bildungswesens, der Kirche und der allgemeinen Verwaltung.

Die Internationale Fachtagung soll dazu beitragen, eine Bestandsaufnahme auch über die Landesgrenzen hinweg zu diskutieren, zu bewerten und Lösungsansätze für eine gezieltere Aus- und Fortbildung zu entwickeln.

Eingeladen sind Fachleute aus den Ministerien, aus der Wissenschaft, der Justiz, der Politik und aus gesellschaftlichen Gruppen.

Montag, 16. August 2021

9.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Hermann-Josef Borjans, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Berlin
Andreas Würbel, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

10.00 Uhr
Hybride Bedrohungen und ein dynamisches Aktionspotenzial
Die Erkenntnisse des Verfassungsschutzes zum Rechtsextremismus
Sinan Selen, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Berlin

10.45 Uhr
Kaffee- und Teepause

11.00 Uhr
Ergebnisse der Untersuchungen des Sonderbeauftragten zur Rechts­extremismusbekämpfung
Uwe Reichel-Offermann, Sonderbeauftragter der Stabsstelle Rechtextremismus im Innenministerium NRW

12.00 Uhr
Unrecht und Gerechtigkeit
Analyse der Bearbeitung rechts­extremistischer Strafverfahren
RA Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler MPA (Havard), Siegburg

13.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Internationale Einblicke
Pandemie und Extremismus
Entwicklungen im Rechts­extremis­mus in Österreich während der COVID-19 Pandemie
N.N., Vertreter des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Wien

15.00 Uhr
Von der Aktion zur Selbstverwirk­lichung
Wege des Einstiegs in den Rechts­extremismus in den Niederlanden
Dr. Nikki Sterkenburg, NCTV, Niederlande. Sie ist eine preisgekrönte investigative Journalistin. Für ihre Promotion hat sie drei Jahre lang mehr als 40 niederländische Rechtsextremisten begleitet und interviewt. Ihr Buch wurde ein Bestseller in den Niederlanden.

16.00 Uhr
Kaffee- und Teepause

16.30 Uhr
Die Polizei und der Rechtextremismus in den USA
Elmar Theveßen, Büroleiter, ZDF-Büro Washington, USA (Mitwirkung digital)

18.00 Uhr
Abendessen

19.30 Uhr
Blickpunkte - Standpunkte Gesprächsrunde mit:
Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler MPA (Havard), Rechtsanwalt, Siegburg
Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender, Verband deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, Stuttgart

Dienstag, 17. August 2021

ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

9.00 Uhr
Angriff von rechts
Wie anfällig sind die Kirchen?
Arnd Henze, Theologe und Journalist, WDR Köln,
Autor „Kann Kirche Demokratie?“

10.00 Uhr
Zwischen Professionalität und Entsetzen
Rechtsextremismus und die Medien
Prof. Dr. Frank Überall, Vorsitzender Deutscher Journalistenverband, Köln

11.00 Uhr
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr
Repressionsmaßnahmen gegen Rechtsextremismus
Möglichkeiten und Grenzen in historischer Perspektive
Prof. Dr. Fabian Virchow, Fachbereich Sozial- und Kultur­wissenschaften, Hochschule Düsseldorf

13.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Dem Rechtsextremismus entfliehen
N.N., Verfassungsschutz NRW, Aussteigerprogramme in Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Inneres des Landes NRW, Düsseldorf
Fabian Wichmann, EXIT, Ausstieg aus dem Rechtsextremismus, Berlin (angefragt)

16.00 Uhr
Kaffee- und Teepause

16.30 Uhr
„Wenn wir auf dem rechten Auge blind sind ...“
Abschlussdiskussion

17.00 Uhr
Ende der Tagung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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