Erlebnis Würzburg

Spaziergänge durch die Stadt am Main

Aufs engste verbunden sind mit dem unterfränkischen Würzburg die Namen Tilmann Riemenschneider und Balthasar Neumann, die auf je eigene Weise die idyllisch zwischen Weinbergen und Main gelegene Stadt prägten. Interessant ist es daher, ihren Spuren in der Stadt am Main zu folgen, ihre Werke zu betrachten, nach Kontexten jener Zeit zu fragen. Jenseits des Staunens über die großartigen Werke und ihre Wirkmächtigkeit zeigt das modern konzipierte Museum am Dom, wie rote Linien damaligen Fragens bis in das Schaffen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler führen.
So prägen diese Ferienakademie unter Leitung von Rainer Thiesen Perspektivwechsel – und dies auch ganz wörtlich. Denn immer wieder genießen Sie bei den Spaziergängen auf der Festung, im Fischerviertel, vom Käppele … auch beeindruckende Blicke auf Diesseits und Jenseits des Mains. Apropos genießen: Was wäre ein Besuch in dieser Weinregion ohne eine Verkostung des berühmten Frankenweins? Eine Weinkellerführung mit Degustation entführt in die Geschichte des Weinanbaus, hier kosten Sie die feinen Unterschiede.

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie beträgt 698,00 € und umfasst:

  • 3 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad im Hotel Melchior Park****s;
  • Frühstücksbuffet;
  • Mittagsimbiss am 16.4. und 19.4.2018 im Hotelrestaurant;
  • Drei-Gänge-Abendmenü am 16.4.2018 im Hotelrestaurant;
  • Drei-Gänge-Abendmenü am und 18.4.2018 in örtlichen Restaurants;
  • Weinprobe am 17.4.2018.
  • Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut Programm;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
  • Transfer mit einem Reisebus am 18.4.2018 (vormittags);
  • Fahrkarten für den Öffentlichen Nahverkehr;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Würzburg;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Einzelzimmerzuschlag
149,00 € (Doppelzimmer zur Einzelnutzung)

Hotel
Vom Hotel Melchior Park****s, das im Herbst 2017 mit 118 Zimmern nahe der Innenstadt und dem Campus der Universität eröffnet wurde, bieten sich schöne Blick auf Würzburg. Ein kleiner Innenpool und eine Sauna laden zur Entspannung ein.

Ablauf

Montag, 16. April 2018
Individuelle Anreise zum Hotel Melchior Park****s nach Würzburg.
12.30 Uhr
Begrüßung bei einem Mittagsimbiss im Hotelrestaurant.
Fürstliche Residenz (UNESCO-Welterbe)
Gleich der erste Besuch führt zum Hofarchitekten Balthasar Neumann und ist ein glanzvoller Höhepunkt: Nach seinen Plänen entstand unter den Fürstbischöfen von Schönborn die Würzburger Residenz. Als „einheitlichstes und außergewöhnlichstes aller Barockschlösser“, so die UNESCO-Kommission, steht es mit Versailles und Schönbrunn in einer Linie und verdeutlicht den Machtanspruch des absolutistischen Fürstenhofes. Das weltweit größte Deckenfresko, geschaffen von Giovanni Battista Tiepolo, lässt Sie hier ebenso staunen wie der prächtige Spiegelsaal oder weitere Prunkräume. Der Hofgarten, der von den jeweils amtierenden Fürsten immer wieder neugestaltet wurde, lädt zum beschaulichen Promenieren ein.

Dienstag, 17. April 2018
Auf Riemenschneiders Spuren
Heute führt der Spaziergang ebenso zu Orten, die mit dem spätmittelalterlichen Bildschnitzer und Bildhauer Tilmann Riemenschneider als auch mit dem Baumeister Balthasar Neumann verbunden sind. Als erstes beeindruckt die „Riemenschneider-Madonna“ im hochbarocken Neumünster, das über den Gräbern des Frankenapostels Kilian und seiner Gefährten errichtet wurde. Mit der Schönbornkapelle beherbergt der Dom St. Kilian ein sakrales Meisterwerk von Balthasar Neumann.
Von Riemenschneider bis Joseph Beuys
Gleich einem spannungsreichen Dialog stellt das 2003 eröffnete Museum am Dom Kunstwerke aus dem 10. bis 21. Jahrhundert einander gegenüber, um das Gemeinsame und Vergleichbare zu fokussieren. So treffen hier beispielsweise Werke von Tilmann Riemenschneider auf solche von Ernst Barlach, Käthe Kollwitz oder Joseph Beuys und überraschen in dieser Konstellation mit vorher ungeahnten Verbindungslinien.
Würzburg und der Wein
Wein ist Genuss – erst recht wenn eine Probe der berühmtesten Sorten des Frankenweines tief unter der Würzburger Residenz in illuminierten Gängen und weitläufigen Hallen mit Informationen zur langen Geschichte des Frankenweines und mit Anekdoten um Beamten- oder Schwedenfässer kombiniert wird. So eingestimmt, rundet ein gemeinsames Abendessen in einem typischen Restaurant die Eindrücke ab.

Mittwoch, 18. April 2018
Fantastische Blicke, fantastische Kunstwerke
Zwei Orte, zwei weite Blicke und überwältigende Einblicke: Von der Festung Marienberg, die nicht nur Wahrzeichen Würzburgs, sondern mit ihren beeindruckenden Bastionsanlagen sowie der ältesten Kirche Würzburgs zugleich auch Zeugnis einer mehr als 1 000jährigen Geschichte ist, schweift der Blick bei gutem Wetter weit über die Stadt und die durch Weinberge geprägte Landschaft. So interessant der Blick ist, so lohnend ist der Besuch des hier eingerichteten Museums für Franken: Mit 80 Werken zeigt es nicht nur die weltgrößte Riemenschneider-Sammlung, sondern auch Gemälde von Lucas Cranach, Giovanni Battista Tiepolo oder die barocke Bozetti-Sammlung. Der zweite Aussichtspunkt ist heute das „Käppele“ auf dem Nikolausberg. Jenseits schöner Blicke auf die Stadt lassen sich hier auch besonders eindrucksvoll Balthasar Neumanns Gestaltungsprinzipien nachvollziehen, denn nach seinen Plänen erfolgte der Anbau an die bereits bestehende Gnadenkapelle.
Würzburg beiderseits des Mains
Den Stationsweg am „Käppele“ herunterschreitend wird das malerische Fischerviertel erreicht, das durch die Alte Mainbrücke mit der Altstadt verbunden ist. Hier trifft man alsbald auf Zeugnisse Würzburger Bürgerherrlichkeit wie das Rathaus, das aus dem Turm Grafeneckart und dem Saalbau des Grünen Baums entstand, auf den Vierröhrenbrunnen oder die spätgotische Marienkapelle, an deren Portal Riemenschneiders „Adam und Eva“ ausdrucksvoll den Sündenfall darstellen. Abschließend gilt dem Juliusspital, dessen prachtvolle Bauten 440 Jahre Geschichte christlicher Sorge für Hilfebedürftige widerspiegeln, ein Besuch. Der Tag klingt bei einem gemeinsamen Abendessen aus.

Donnerstag, 19. April 2018
Jüdisches Leben am Main
Den Schlussakkord der Erkundungen in Würzburg setzt das 2006 eröffnete Jüdische Museum Shalom Europa. Mit der Darstellung des traditionell-jüdischen Alltags werden die theologischen Fundamente ebenso deutlich wie die Vollzüge in der Synagoge. Interessant ist hier auch der Blick auf die Tradition jüdischen Lebens in Würzburg durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart.
Ein gemeinsamer Mittagsimbiss im Hotelrestaurant (12.30 Uhr) schließt Ihre Tage in Würzburg ab.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.