Einzigartig. Nantes.

Faszinierender Wandel in der Stadt an der Loire

Mutig und kreativ erfand sich in den letzten 30 Jahren die einstige Hafen- und Schiffbaumetropole Nantes neu – und ist zu einem der dynamischsten Zentren Frankreichs für Architektur und Kunst geworden. Mit interessanten und großflächigen Stadtentwicklungsprojekten wie der l’Île de Nantes zieht die Stadt an der Loire ebenso das Interesse zeitgenössischer Architekten und Landschaftsplaner wie auch Kunstschaffende an. Zielgerichtete Investitionen werteten auch das einst halb verfallene historische architektonische Erbe wieder auf, sodass sich Nantes – ähnlich wie Bilbao, nur bisher weniger bekannt – als gelungenes Beispiel einer Stadterneuerung nach dem Zusammenbruch der Industrie zeigt. Auch lenken verschiedene Festivals das Interesse auf die Stadt und prägen Atmosphäre und Lebensgefühl. So lädt in jedem Sommer das Festival „Le Voyage à Nantes“ Künstler und Kunstschaffende ein, den öffentlichen Raum mit temporären Installationen sowie innovativen Kunstprojekten zu bespielen, schafft Orte unerwarteten Zusammentreffens.

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie beträgt 1.142,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • Flug mit Hop! Air France von Düsseldorf nach Nantes sowie zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
  • 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad im Oceania Hôtel de France****;
  • Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
  • Mittagsimbiss am 28.7.2019;
  • Drei-Gänge-Abendmenü inkl. Tischgetränken an allen Tagen in örtlichen Restaurants;
  • Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
  • Transfers mit einem Reisebus vom/zum Flughafen Nantes;
  • Ausflug mit einem Reisebus am 26.7.2019 laut Programm;
  • Stadtsteuer;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Düsseldorf;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Hotel
Das Oceania Hôtel de France**** mit einer Fassade aus dem 18. Jahrhundert und 72 Zimmern wurde 2014 vollständig renoviert. Viele Sehenswürdigkeiten wie die Passage Pommeraye, das Château des ducs de Bretagne oder die Kathedrale sind fußläufig entfernt.

Einzelzimmerzuschlag: 198,00 € (Doppelzimmer zur Einzelnutzung)

Hinweis
Dank der zentralen Lage des Hotels prägen ausgiebige Stadtspaziergänge das Programm.

Ablauf

Donnerstag, 25. Juli 2019
Flug mit HOP! Air France von Düsseldorf (12.40 Uhr) nach Nantes (14.15 Uhr) und Fahrt mit dem Reisebus zum Oceania Hôtel de France****.
Ausblicke. Einblicke: Das Quartier Graslin
Das elegante Quartier Graslin, in dem sich das Hotel befindet, wurde durch den einstigen industriellen und finanziellen Erfolg der Stadt geprägt. Trotz aller Veränderungen kann das Viertel als eines der schönsten Beispiele für Stadtplanung im 18. und 19. Jahrhundert gelten; entwickelt wurde es von den beiden Architekten Ceineray und Crucy. Die Passage de Pommeraye, die Louis de Pommeraye nach Pariser Vorbildern Mitte des 19. Jahrhunderts erbauen ließ, präsentiert sich als Einkaufspassage mit prunkvoller Treppe über drei Etagen. Eine grüne Straßenmarkierung leitet durch Nantes und führt zu Besonderheiten: Seit mehreren Jahren interpretieren auf Einladung der Stadt Künstler Ladenschilder neu. Lassen Sie sich überraschen.

Freitag, 26. Juli 2019
Aufbrüche: Die Unité d’Habitation und der Kunstparcours Estuaire
Außer in Marseille realisierte der Architekt und Stadtplaner Le Corbusier auch in Nantes eine Unité d’Habitation, eine „vertikale Stadt“. Vor Ort erfahren Sie mehr über dieses Konzept und diese Anlage mit 300 Wohnungen (Außenbesichtigung). Der Ausflug auf dem „Parcours Estuaire“ – eine Art Freilichtmuseum für zeitgenössische Kunst, das sich entlang der Loire bis zu ihrer Mündung im Atlantik erstreckt – führt durch eine eindrucksvolle Natur- und Kulturlandschaft und macht mit interessanten Kunstobjekten wichtiger internationaler zeitgenössischer Künstler wie Daniel Buren oder Erwin Wurm bekannt: So können Sie etwa eine 15 m hohe „Kamin-Villa“, ein scheinbar „weichgewordenes“ Boot, ein Haus in der Loire, das aussieht, als würde es im Wasser versinken oder eine 120 m lange Seeschlange bewundern, die sich in den Wellen wie ein Seeungeheuer windet. Jedes der ausgewählten Werke führt Sie zu einem untypischen und besonderen Ort.

Samstag, 27. Juli 2019
Auch das ist Nantes: Mahnmal zur Abschaffung des Sklavenhandels
Wenig bekannt ist, dass im 18. Jahrhundert mehr als 40 % des französischen Sklavenhandels über Nantes erfolgte. Am Quai de la Fosse, wo einst die Sklavenschiffe anlegten bevor sie nach Afrika aufbrachen, wird seit 2012 in einem begehbaren Mahnmal eindrucksvoll jener Zeit gedacht. Der Kampf gegen die Sklaverei sowie die Rolle Frankreichs und Nantes‘ werden hier ebenso thematisiert wie auch heutige Formen der Sklaverei.
Das Musée d’arts de Nantes
Umgebaut und erweitert nach Plänen von Stanton William öffnete das Haus im Jahr 2017 wieder seine Pforten und lädt zu einer Reise durch die Welt der Malerei vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart ein. Obwohl der Schwerpunkt des Hauses auf der Florentiner Schule und der von Siena liegt, sind auch die niederländische Malerei mit Rubens und Brueghel d. Ä. ebenso vertreten wie der Impressionismus und die Moderne. Auch wenn die Kathedrale von Nantes nicht zu den bedeutenden zählt, angesichts ihrer Baugeschichte und Ausstattung lohnt ein Besuch.
Tradition und urbaner Wandel
Das milde Klima, die guten Böden, aber auch exotische Pflanzen als Mitbringsel von Reisen aus fernen Regionen begründeten in Nantes eine einmalige botanische Tradition. Diese spiegelt sich in dem 7 ha großen Botanischen Garten wider, der als Landschaftsgarten mit Wasserflächen, Brücken und Pflanzen aus aller Welt angelegt und grüne Lunge der Stadt ist.

Sonntag, 28. Juli 2019
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Aufbrüche und Wandel: Die l’Île de Nantes
Facetten der Revitalisierung der Île de Nantes, die umflossen von der Loire einst Zentrum der Werftindustrie war und heute Schlüsselprojekt der Stadterneuerung ist, erschließt ein Rundgang: Deutlich wird, wie es auf dem 337 ha großen und sich über fünf Kilometer erstreckenden Areal gelang, einen urbanen Raum zu schaffen, der Leben, Wohnen, Arbeiten und Genießen im Zeichen der Nachhaltigkeit neu definiert. Zeitgenössische Gebäude nach den Plänen namhafter Architekten fügen sich mit der Revitalisierung und Umnutzung alter Häuser zum neuen Gesamtbild. Ein kultureller Anziehungspunkt sind auch die Machines de l’Île: In der Geburtsstadt von Jules Verne entwarfen Francois Delarozière und Pierre Orefice auf den ehemaligen Werftgeländen interessante Geschöpfe. Berühmt ist Le Grand Eléphant, der 49 Tonnen schwer und 12 Meter hoch mit bis zu 45 Passagieren 30 Minuten lang über die l’Île de Nantes schreitet, trompetet und mit dem Rüssel Wasser ins Publikum spritzt. „Les Machines de I’Île“ bieten auch weitere Überraschungen, die der Phantasiewelt von Jules Verne entsprungen zu sein scheinen. Und auch hier treffen Sie auf Kunstwerke aus der Sammlung „Estuaire“, die den Betrachter einen anderen Blick auf seine Umgebung und auf den Reichtum des industriellen Erbes werfen lassen.

Montag, 29. Juli 2019
 Au revoir!
Flug mit HOP! Air France von Nantes (10.25 Uhr) nach Düsseldorf (12.05 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.