© Christos Vittoratos (CC BY-SA 3.0)
© Christos Vittoratos (CC BY-SA 3.0)

Ein Bauhaus am Main

Das Neue Frankfurt

Parallel zum Bauhaus entwickelte sich Frankfurt in den 1920er-Jahren zu einem zweiten Zentrum des Aufbruchs. Im Zuge des von Ernst May initiierten Wohnungs- und Städtebauprogramms entstanden ab 1925 bis zu 12 000 Wohnungen. Die Siedlungen und Bauten des Neuen Frankfurt zählen zu den bedeutendsten bauhistorischen Beispielen der frühen Moderne und setzten neue Standards im Wohnungs- und Siedlungsbau. Pionierarbeit wurde auch durch die Typisierung familiengerechter Wohnungen, bezahlbarer Wohnungsgrundrisse oder etwa durch den Entwurf von funktionalem Mobiliar geleistet.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 176,00 € und umfasst:

  • Fahrt mit der Deutschen Bahn (2. Klasse) von Köln Hbf. nach Frankfurt am Main Hbf. und zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Restaurant Emma Metzler in Frankfurt;
  • Führung durch die Sonderausstellung „Wie wohnen die Leute? Mit dem Stadtlabor unterwegs in den Ernst May-Siedlungen“ im Historischen Museum Frankfurt;
  • Führung durch die Sonderausstellung „Neuer Mensch, Neue Wohnung. Die Bauten des Neuen Frankfurt 1925-1933“ im Deutschen Architekturmuseum;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörers;
  • Führungen und Eintritte.

Hinweise
Die Wege zwischen den einzelnen Programmpunkten werden zu Fuß zurückgelegt.
Wegen des Kopfsteinpflasters empfehlen wir festes Schuhwerk.

Ablauf

Samstag, 24. August 2019
Bahnfahrt ab Köln Hbf. mit dem ICE nach Frankfurt a. M. Hbf. (8.27 Uhr).

Neues Frankfurt versus Altstadt
Die Bestrebungen des Neuen Frankfurt standen in einem klaren Kontrast zu den jüngsten Rekonstruktionen der Neuen Frankfurter Altstadt. Beim Bau des neuen Hauptzollamtes vor dem Frankfurter Dom, heute Haus am Dom, trafen die Interessen aufeinander.

Ausstellung im Historischen Museum
Das Historische Museum geht der für das Neue Bauen zentralen Frage nach, wie Menschen gesund und wirtschaftlich leben können. Im Rahmen eines Stadtlabor-Projektes werden das heutige Leben und Wohnen und die Möglichkeiten für die Zukunft in den Siedlungen des Neuen Frankfurt untersucht. Die Forschungsergebnisse werden nun in einer Ausstellung präsentiert.

Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum
In der Ausstellung werden in erster Linie die beispielhaften Siedlungen und daneben ausgewählte öffentliche Bauten des Neuen Frankfurt dokumentiert. Originalpläne, Fotografien sowie historische und für die Ausstellung neu gefertigte Modelle veranschaulichen das Bauen des Neuen Frankfurt.

Ernst May-Haus und Römerstadt  
Zu den zahlreichen Projekten des Neue Frankfurt gehört unter anderem die Siedlung Römerstadt. In dieser frühen Trabantenstadt sollte der tägliche Bedarf für die Bewohner zur Verfügung stehen. Häuser zeigen die Formensprache des Neuen Bauens. Dessen Rationalismus und Funktionalität entspricht die Ausstattung der Wohnungen, zu der auch die Frankfurter Küche von Margarete Schütte-Lihotzky gehört. Ein unter der Leitung Mays entworfenes Reihenhaus ist als Ernst May-Haus mit Objekten des Neuen Frankfurt in den Ursprungszustand versetzt worden.

Rückreise mit dem ICE von Frankfurt a. M. Hbf. nach Köln Hbf. (19.39 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.