Dostojewskij und St. Petersburg

Die Stadt und ihr literarisches Erbe

Das „Venedig des Nordens“, wie einer der Beinamen St. Petersburgs lautet, gilt als die europäischste Stadt Russlands. Seit ihrer Gründung durch den Zaren Peter I. mitten in einer Sumpflandschaft an der Newamündung haben sich zahllose russische Denker und Schriftsteller mit ihr auseinander gesetzt und sie vielfältig ausgedeutet: Den einen gilt sie als ein „unrussisches Ärgernis“ und als Fremdkörper im Vergleich zu Moskau, der „Mutter aller russischen Städte“. Andere nehmen sie als einen Ort des lebendigen Austauschs von Ideen und Lebenskonzepten zwischen Europa, dem „Westen“, und der eurasischen Landmasse, dem „Osten“ wahr. Als Hauptstadt des russischen Imperiums symbolisiert St. Petersburg zugleich den Herrschaftsanspruch der russischen Zaren bis zur Oktoberrevolution 1917.
Auch Fjodor Dostojewskij schätzte diese besondere Atmosphäre von St. Petersburg. Insgesamt 28 Jahre lebte er dort und soll etwa zwanzigmal umgezogen sein. In vielen seiner Werke ist die damalige russische Hauptstadt zentraler Handlungsort und oftmals wird dabei die äußere Kulisse der Stadt zum Spiegel des Seelenlebens der Helden. Deshalb ist es interessant zu verfolgen, wie in das Werk des großen russischen Schriftstellers Darstellungen unterschiedlicher Aspekte St. Petersburgs Eingang gefunden haben. Ein Blick auf die Deutungen des „Mythos von St. Petersburg“ innerhalb der russischen Kultur steuert dazu weitere aufschlussreiche Facetten bei.

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Leistungen

Der Preis für die Veranstaltung beträgt 190,00 € pro Person und umfasst:  

  • Tagungsbeitrag;
  • 2 Abend- und 2 Mittagessen als Drei-Gänge-Buffet;
  • Mineralwasser im Tagungsraum;
  • Kaffee- und Teepausen mit Gebäck bzw. Kuchenangebot;
  • 2 Übernachtungen im Einzel- oder Doppelzimmer zur Einzelnutzung;
  • reichhaltiges Frühstücksbüffet.

Tagungsort
Die Veranstaltung findet statt im Kardinal-Schulte-Haus, Sitz der Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Das Kardinal-Schulte-Haus ist ein modernes Konferenzhotel des Erzbistums Köln, ruhig gelegen in einer 8 ha großen Parkanlage, auf einer kleinen Anhöhe in Bensberg (20 km östlich von Köln). Bei klarem Wetter beeindruckt der Panoramablick vom „Bergischen Balkon“ über die Kölner Bucht. Das Haus verfügt über insgesamt 44 Einzelzimmer sowie 106 Doppel- und Zweibettzimmer, jeweils ausgestattet mit TV und Radio, Safe, kostenfreiem WLAN und Bad mit Dusche/WC und Fön. (www.k-s-h.de)

Die Akademietagung findet in Kooperation mit der Deutschen Dostojewskij-Gesellschaft statt.

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Ablauf

Freitag, 19. Oktober 2018

Anreise bis 18.00 Uhr

18.00 Uhr    
Abendessen

19.00 Uhr    
Begrüßung und Einführung
Dr. Michael Hartlieb,
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
    
St. Petersburg in der russischen Literatur und Kultur
Eine Stadt und ihr Mythos
Prof. Dr. Christoph Garstka,
Seminar für Slavistik/Lotman-Institut für russische Kultur, Ruhr-Universität Bochum

20.30 Uhr     
Ende des Veranstaltungstages

Samstag, 20. Oktober 2018

ab 7.00 Uhr    
Frühstück für Übernachtungsgäste

 9.30 Uhr    
Dostojewskij und St. Petersburg
Biographie und Topographie einer Beziehung
Dr. Karla Hielscher,
Slawistin, Literaturwissenschaftlerin und freie Publizistin, München

11.00 Uhr    
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr    
Ein ambivalentes Verhältnis?
Dostojewskijs Petersburgbild im Wandel
Prof. Dr. Renate Hansen-Kokorus,
Institut für Slawistik, Karl-Franzens-Universität Graz

13.00 Uhr   
Mittagessen

14.30 Uhr    
Städtische Armut in Russland im 19. Jahrhundert
Der Petersburger Heumarkt als sozialer Brennpunkt und sozialer Raum
PD. Dr. Hans-Christian Petersen,
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg

16.00 Uhr     
Kaffee- und Teepause

16.30 Uhr     
Mitgliederversammlung der Deutschen-Dostojewskij-Gesellschaft

16.30 Uhr    
„Dostojewski und Petersburg“
Film von Heinrich Böll (WDR 1969)
parallel für Nichtmitglieder

18.30 Uhr     
Abendessen

19.30 Uhr    
"Die ganze Welt umarmen"
Lesung von Texten Dostojewskijs
Theresa Tarassova,
Russland pur, Aachen
 
21.00 Uhr     
Ende des Veranstaltungstages

Sonntag, 21. Oktober 2018

ab 7.00 Uhr    
Frühstück für Übernachtungsgäste

8.00 Uhr    
Gelegenheit zur Mitfeier der Eucharistie in der Edith-Stein-Kapelle

9.30 Uhr    
900 Tage des Schreckens
Die Erinnerung an die Blockade von Leningrad in Literatur und Kunst
PD Dr. Yvonne Pörzgen,
Geschäftsführerin für Europastudien an der Universität Bremen

11.00 Uhr    
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr    
St. Petersburg. Petrograd. Leningrad – und wieder zurück
Die Bedeutung der nördlichen Hauptstadt für die russische Kultur

Abschlussdiskussion

13.00 Uhr    
Mittagessen

14.00 Uhr    
Ende der Veranstaltung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.