Wolfgang Krautzer (CC BY-SA 4.0)/wikimedia

„Die Farbe der Zeit“

Salzburger Pfingstfestspiele mit Cecilia Bartoli

Die italienische Mezzosopranistin Cecilia Bartoli ist seit einigen Jahren die künstlerische Direktorin der Salzburger Pfingstfestspiele. Der Weltstar aus Rom garantiert mit einem akzentuierten Programm herausragende Opern- und Ballettaufführungen sowie mitreißende Arienabende.
So ist dies auch zu Pfingsten 2020 im 100. Jubiläumsjahr der Festspiele zu erwarten. Ins Zentrum ihres Programms stellt sie Gaetano Donizettis Opera buffa „Don Pasquale“. Hier übernimmt sie die Rolle der Norina, die Mitte des 19. Jahrhunderts von Pauline Viardot gesungen wurde. Dieser Sängerin und Musikbotschafterin Europas, dieser exzellenten Pianistin und Komponistin widmen die Festspiele am Pfingstsamstag die Hommage „École Classique“ mit Arien und Orchesterwerken.
Den berühmten Choreographen John Neumeier gewann Cecilia Bartoli für die Inszenierung von „Orpheus“ – eine Aufführung, die ein Gesamtkunstwerk zu werden verspricht. Denn sein 2017 in Chicago erstmals vorgestelltes Konzept vereinigt Musik und Gesang der Oper mit getanzten Szenen, die in anderen Inszenierungen häufig gekürzt oder ganz gestrichen werden. Regie und Szene modernisierte Neumeier sachte, um den ewigen Mythos ohne Bildersturm in die Gegenwart zu übertragen.
Die Besuche dieser drei Festivalaufführungen begleitet Ihr Reiseleiter Dr. Andreas Thiel durch einführende Vorträge.

Freitag, 29. Mai 2020
Individuelle Anreise zum Hotel St. Virgil in Salzburg.
19.00 Uhr
Willkommen an der Salzach!
Empfang, Einführung, Abendessen

Samstag, 30. Mai 2020
Großes Welttheater: Salzburg jubelt!
Die große Ausstellung in der Neuen Residenz würdigt im Jubiläumsjahr der Salzburger Festspiele die prägenden Persönlichkeiten und Ereignisse der vergangenen 100 Jahre. Selten gezeigte Originaldokumente, Bühnenbildentwürfe, Kostüme und Devotionalien werfen Schlaglichter auf ein bedeutendes Stück europäischer Kulturgeschichte. Der anschließende Spaziergang macht zudem mit den schönsten Teilen der barocken Salzburger Altstadt bekannt und führt über den Residenz- und den Domplatz, durch belebte Gassen, zur Pferdeschwemme …
15.00 Uhr
Festival-Besuch im Mozarteum
„École Classique“
Eine Hommage an Pauline Viardot mit Arien und Orchesterwerken von Giaoachino Rossini, Giacomo Meyerbeer, Charles Gounod und Georg Friedrich Händel (in Bearbeitungen von Hector Berlioz und Charles Gounod)
Musikalische Leitung
Gianluca Capuano
Mezzosopran
Varduhi Abrahamyan
Special guest
Cecilia Bartoli
Orchester
Les Musiciens du Prince — Mona

Pfingstsonntag, 31. Mai 2020
Gelegenheit zum Besuch des Festhochamtes im Dom St. Virgil.
nachmittags I Vortrag
„Freue Dich, dass der Sänger Dir singt“
Orpheus ist eine der berühmtesten Gestalten der griechischen Mythologie. Sein tragisches Schicksal rührt die Natur. Beinahe besiegt er den Tod, erringt durch die Kraft der Liebe Eurydike zurück. Doch sind des Menschen Kräfte schwach und die Götter streng … In Bild, Text und Ton ist dieser Gestalt seit alters her viel gedacht worden, ja, Orpheus wurde mit Adam und David gleichgesetzt.
18.00 Uhr
Festivalbesuch im Großen Festspielhaus
„Orphée“
Tragödie in vier Akten (1859), Bearbeitung von Christoph Willibald Glucks Tragédie-opéra Orphée et Eurydice (1774)
Regie, Choreografie, Bühne, Kostüme und Licht
John Neumeier
Musikalische Leitung
Gianluca Capuano
Mitwirkende
Orphée: Marianne Crebassa
Orphée (Tänzer): Edvin Revazov
Eurydice: Andriana Chuchman
Eurydice (Tänzerin): Anna Laudere
L’Amour: Marie-Sophie Pollak
Hamburg Ballett John Neumeier
Orchester und Chor
Camerata Salzburg
Bachchor Salzburg

Pfingstmontag, 1. Juni 2020
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der Franziskanerkirche.
spätvormittags I Vorträge
Commedia dell‘arte
Die darstellende Kunst auf Bühnenbrettern erobert im 16. Jahrhundert von Italien aus Europa. Typen aus dem Volk und der höheren Gesellschaft, vielfach karikierend überzeichnet, naiv und roh, bevölkern die Theater. Harlekin und Columbina, Pantalon und Dottore sind nur die berühmtesten Vertreter, die auch von den Bildenden Künsten bis in die Moderne immer wieder thematisiert werden.
Die italienische Oper zu Beginn des 19. Jahrhunderts
Die alte Welt des Musiktheaters geht in Italien vor 1800 zu Ende. Viele italienische Komponisten streben ins nachrevolutionäre Frankreich und werden dort berühmt. Erst mit Rossini kommt es zur Wiederbelebung alter Formen mit neuem Esprit. Bellini gibt seinen Opern sentimentale Wirkung und politische Aussage, Donizetti romantische Seelentiefe und heroischen Charakter. Nur zum Schluss, da „spukt“ mit dem Meisterwerk „Don Pasquale“ die alte Commedia dell‘arte zum Amüsement aller noch einmal in der neuen Epoche.
15.00 Uhr
Festivalbesuch im Haus für Mozart
„Don Pasquale”
Opera buffa in drei Akten von
Gaetano Donizetti (1843)
Musikalische Leitung
Gianluca Capuano
Mitwirkende
Norina: Cecilia Bartoli
Don Pasquale: Peter Kálmán
Dottor Malatesta: Nicola Alaimo
Ernesto Javier: Camarena
Orchester und Chor
Les Musiciens du Prince — Monaco
Philharmonia Chor Wien

Dienstag, 2. Juni 2020
Abschied von Salzburg
Verabschiedung und individuelle Rückreise.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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