© Raimond Spekking (CC BY-SA 4.0)
© Raimond Spekking (CC BY-SA 4.0)

Die Architektur im Blut

Bauten der dritten Generation Böhm

Seit nunmehr 100 Jahren gelten die Vertreter der Architektendynastie Böhm als Kapazitäten in der Entwicklung des katholischen Sakralbaus. Aber auch im Profanbau hat die Familie seit dem Wirken der zweiten Generation Entscheidendes geleistet. Wie bereits Großvater und Vater, so baut die Enkelgeneration sensibel auf dem familiär Hergebrachten auf und entwickelte dennoch ein eigenständiges Oeuvre. Die autonome Verbindung von Respekt und Eigenständigkeit gegenüber dem Werk der jeweiligen Vätergeneration ist Kennzeichen der enormen Qualität der Bauten der Böhms. Stephan (geb. 1950), Peter (geb.1954) und Paul (geb. 1959) hatten sich schon früh für ein Architekturstudium entschieden. Markus Böhm (geb. 1953) arbeitete zunächst als Informatiker, bis er sich 1993 als Architekturmaler selbständig machte.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 119,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Bensberg und Köln sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Restaurant DEUTZER Brauhaus in Köln;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Donnerstag, 21. November 2019
Busreise ab Bensberg (8.15 Uhr) und Köln (9.00 Uhr) nach Köln-Lindenthal.

Von Generation zu Generation
Das von Dominikus Böhm 1929 im Bauhaus-Stil gestaltete Haus des Internationalen Kolpingwerkes erweiterte Sohn Gottfried in den 1970er-Jahren um einen Sichtbetonbau. Von Markus Böhm stammt die Ausmalung des Eingangsbereichs. Die WDR-Arkaden sind ein Werk Gottfried Böhms mit Gattin Elisabeth und Sohn Peter.

Paul Böhm
Das von Paul Böhm aus hellem, aufgerautem Sichtbeton ge­staltete Seminargebäude der Uni­ver­sität Köln ist mit seinen offenen und geschlossenen Flächen klar strukturiert. 2011 wurde der Bau als Beitrag zur Architekturbiennale São Paulo ausgewählt.

Stephan Böhm
Stephan Böhms Bauten sind jeweils sehr eigenständige, individuelle Arbeiten. In der plastischen Auffassung von Fassaden und Gesamtvolumina sowie in den am Außenbau geführten Erschließungswegen ist aber eine Gesamtlinie seines Schaffens zu erkennen. Dies zeigen Feuerwache und das Führungs- und Schulungszentrum der Berufsfeuerwehr in Köln.

Peter Böhm
Die architektonische Sorgfalt bei der Gestaltung der Erschließungswege sowie der Hang zum gekuppelten Zentralbau, ein Merkmal aller Böhm-Generationen, sind zentrale Elemente der 1996-98 erbauten Köln-Arena und des Stadthauses. Mit dem Bau des Rathauses (1997-1999) und des Quartier Chronos (1999-2001) auf dem Gelände der ehemaligen Waagen-Fabrik in Hennef gelangen Peter Böhm preisgekrönte Lösungen.

Rückreise nach Köln (ca. 18.45 Uhr) und Bensberg (ca. 19.30 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.