© ACBahn, CC BYSA
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© ACBahn, CC BYSA 3.0

Der „Kalte Krieg“ in der Nordeifel

Relikte jüngster deutscher Geschichte

Seit Ende der 1940er-Jahre wurde in der Welt ein Konflikt ausgetragen, der sich zwischen den Westmächten und dem Ostblock abspielte, der sogenannte „Kalte Krieg“. Die Angst vor einem Atomkrieg breitete sich vor allem in Europa aus, und das Üben und die Vorbereitungen für den „Ernstfall“ nahmen in den 1950er-Jahren konkrete Züge an. Auch die Eifel war davon betroffen. Der Region kam insbesondere aufgrund der Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn eine wichtige strategische Bedeutung zu. Nirgendwo wird die Vorbereitung auf den Atomkrieg sichtbarer als in den äußerst geheimen Bunkeranlagen der Bundes-, aber auch der Landesregierungen. Der sogenannte „Ausweichsitz“ der Landesregierung NRW macht dies bis heute deutlich. Hinzu kamen ausgedehnte Truppenübungsplätze – im Falle von Vogelsang musste dafür ein ganzes Dorf weichen.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 126,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Bensberg und Köln sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen in der Gastronomie Vogelsang;
  • Führung durch die Dokumenta­tionsstätte „Ausweichsitz NRW“;
  • Führungen und Eintritte.

Hinweise

  • Bei der Führung durch die Dokumentationsstätte ist eine große Anzahl an Treppen zu steigen.
  • Wir empfehlen festes Schuhwerk und warme, wetterfeste Kleidung. Der ehemalige Bunker der Landesregierung weist eine Innentemperatur von ca. 7 Grad auf.
  • Bei der Wanderung über den ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang (heute Nationalpark Eifel) wird eine Strecke von ca. 5 km zurückgelegt.
Ablauf

Samstag, 27. April 2019
Busreise ab Bensberg (8.00 Uhr) und Köln (8.45 Uhr) nach Kall-Urft.

Ausweichsitz NRW – ein erhaltenes Stück Zeitgeschichte
Bis heute ziemlich verborgen, unweit des kleinen Eifelortes Urft, befindet sich der ehemalige „Ausweichsitz“ der Landesregierung NRW. Er wurde fast 30 Jahre ständig betriebsbereit gehalten und unterlag strengster Geheimhaltung. Dank der Initiative eines Privatmannes, der die Anlage käuflich erwarb, ist der fast vollständig eingerichtete Bunker bis heute erhalten geblieben.

Das ehemalige Dorf Wollseifen
Der frühere Truppenübungsplatz Vogelsang wurde nach 60-jähriger militärischer Nutzung zum Ende des Jahres 2005 einer zivilen Nutzung zugeführt. Er befindet sich auf dem  Areal der NS-Ordensburg Vogelsang in der Nähe des Urftstausees. Eine Wanderung führt zu dem ehemaligen Dorf Wollseifen, dessen Einwohner 1946 ihre Heimat für den Bau der Militäranlage verlassen mussten. In der alten Schule erzählt eine Ausstellung, die von der Referentin Gabriele Harzheim mit konzipiert wurde, vom Schicksal dieses Ortes.
Rückreise nach Köln (ca. 18.15 Uhr) und Bensberg (ca. 19.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.