© Lenbachhaus München
© Lenbachhaus München

Der andere Blick?

Gabriele Münter, Suzanne Valadon, Agrippina …

Weibliche Rollenbilder werden heute stark hinterfragt. In der Geschichte und der traditionellen Kunst waren Frauen meist Objekte eines männlichen Blicks. Dagegen setzten Malerinnen der frühen Moderne wie Gabriele Münter neue Akzente und bereiteten den Weg für ein neues Frauenbild in Kunst und Gesellschaft. Vorläuferinnen waren starke Frauen in der Geschichte, wie die Kölner „Stadtmutter“ Agrippina oder die hiesigen Frauenzünfte. Überall in der Stadt sind daher Spuren starker Frauen zu finden. Gegen die männliche Vorherrschaft steht die Geschichte der Emanzipation der Frau. Ihre Dokumentation hat in Köln mit dem FrauenMediaTurm ein eigenes Zentrum erhalten.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 99,00 € und umfasst:

  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Brauhaus Sion in Köln; 
  • Führung durch die Sonderaus­stellung „Gabriele Münter – Malen ohne Umschweife“ im
    Museum Ludwig;
  • MuseumsCard Köln. Mit der Eintrittskarte können Sie auch am Tag nach der Erkundung alle städtischen Museen in Köln besuchen;
  • Führungen und Eintritte.

Hinweis
Die Erkundung ist als ganztägiger Stadtspaziergang konzipiert.

Ablauf

Mittwoch, 9. Januar 2019
Treffpunkt vor dem Bayenturm in Köln (10.00 Uhr).

FrauenMediaTurm
Nach einigem Hin und Her wurde im Bayenturm der ehemaligen Stadtbefestigung – einem Symbol städtischer Freiheit – der FrauenMediaTurm als Archiv der Frauengeschichte unter der Leitung von Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer eingerichtet.

Sonderausstellung zu Gabriele Münter im Museum Ludwig
Die Ausstellung führt Gabriele Münter als eine der zentralen Künstlerfiguren des deutschen Expressionismus und der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ vor Augen. Über ihre Rolle als engagierte Persönlichkeit, Vermittlerin und langjährige Lebensgefährtin Kandinskys hinaus wird deutlich, wie wichtig und eigenständig diese offene und experimentierfreudige Künstlerin war.

Frauenbilder im Wallraf-Richartz-Museum
Der Blick zurück in die Malerei seit dem Mittelalter offenbart die Vielfalt, aber auch die Einschränkungen, die der männliche Blick des Malers und Betrachters den Frauenbildern gab. Kunst- und zeithistorische Zusammenhänge helfen, Haltungen, Gesten und Charakter der Dargestellten zu verstehen.

Frauenbilder in der Stadt
Eine Fülle von Frauenbildern zeigt das Figurenprogramm des Rathausturms. Neben der Stadtmutter Agrippina haben hier die Unternehmerin Fygen Lutzenkirchen und die als Hexe verbrannte Postmeisterin Katharina Henot ihren Platz gefunden: Zeichen für Macht und Ohnmacht der Frauen in Köln! Den unbekannten Frauen von der Zeit der Ubier bis heute gibt der Frauenbrunnen ein Gesicht. Mehr oder weniger bekleidete Damen sind an Fassaden und Brunnen zu sehen.

Ende der Veranstaltung am Alter Markt in Köln (ca. 18.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.