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Das Schöne. Das Wahre. Das Gute.

Philosophische Spurensuche in Athen, Delphi, Mykene...

Gelingendes Leben, gerechtes Zusammenleben, Vervollkommnung von Fähigkeiten, Wahres und Gutes erlangen …  Wie ist dies zu erreichen? Philosophen wie Sokrates, Platon oder Aristoteles formulierten dazu bereits epochemachende Antworten und prägten damit europäisches Denken. Ihre Vorstellungen des Guten, Wahren und Schönen lassen sich bis heute mit zentralen Orten der Antike verbinden.
So laden wir Sie herzlich ein, an die unmittelbaren Wirkungsstätten dieser „Urväter“ des europäischen Denkens zu gehen, um sich im Schatten antiker Tempelbezirke oder in ihren Schulen in ihre Philosophien zu vertiefen. Ausführliche Einblicke in die politische Funktion des Theaters in Epidaurus oder in die athenische Demokratie runden die Spurensuche nach den griechischen Wurzeln der europäischen Kultur bei dieser Ferienakademie ebenso ab wie ein Besuch der großartigen Anlagen in Mykene und Delphi – mit Hinweisen auf der Suche nach Antworten auf eigene Fragen.

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie beträgt 2.258,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • Lufthansa-Flug von Frankfurt/Main nach Athen sowie zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
  • 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad im Hotel Central*** in Athen;
  • 1 Übernachtung im Doppelzimmer mit Bad und Golfblick im Hotel Delphi Palace**** in Delphi;
  • 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad und Meerblick im Hotel Kalamaki Beach****;
  • Frühstücksbuffet;
  • vier Abendessen in verschiedenen Restaurants in Athen, ein Abendessen in einem Restaurant in Delphi und
  • vier Abendessen im Hotelrestaurant;
  • Vorträge, Seminargespräche, Handreichung mit zentralen Texten;
  • Führungen, Eintritte und Gebühren;
  • Transfers und Reise mit einem Reisebus laut Programm;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Frankfurt/Main;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Hotels
Athen: Das Hotel Central*** liegt in der Altstadt Plaka und ist idealer Ausgangspunkt für die philosophischen Spaziergänge. Von der Dachterrasse bietet sich ein schöner Blick auf die Akropolis. (84 Zimmer; 4 Übernachtungen)
Delphi: Am Ortsrand bietet das Hotel Delphi Palace****, das 1952 inmitten eines Zypernwaldes errichtet wurde, schöne Blicke über den Golf von Korinth. (60 Zimmer; 1 Übernachtung)
Korinth (Nähe): Unmittelbar am Strand, umgeben von einem Garten und mit Blick auf den Saronischen Golf liegt das Hotel Kalamaki Beach****. (80 Zimmer; 4 Übernachtungen)

Einzelzimmerzuschlag: 296,00 € (Doppelzimmer zur Einzelnutzung, mit Golf-Blick im Hotel Delphi Palace****, mit Meerblick im Hotel Kalamaki Beach****)

Hinweise
Mit Vorträgen, Besuchen und Seminargesprächen verknüpft die Ferienakademie Leben, Denken und Wirken von Sokrates, Platon oder Aristoteles mit ihrer Zeit und schlägt Bögen in die Gegenwart. Vorkenntnisse der Philosophie(-geschichte) sind nicht erforderlich, wohl jedoch interessierte Offenheit für philosophisches Denken und intensiven Austausch.
Sowohl die ausgiebigen Spaziergänge in Athen als auch die Besuche und Erkundungen der antiken Stätten setzen Gehfreude und Trittsicherheit voraus.
 

Ablauf

Donnerstag, 19. September 2019
Lufthansa-Flug von Frankfurt/Main (13.35 Uhr) nach Athen (17.20 Uhr), Empfang durch Dr. Stamatis Lymperopoulos, Fahrt mit dem Reisebus zum Hotel Central***, Kennenlernen und Kurzvortrag: „Von den Vorsokratikern bis Aristoteles. Das Schöne, Wahre und Gute“.

Freitag, 20. September 2019
Nährboden des griechischen Denkens: die Demokratie Athens
Die Pnyx, der Rednerhügel mit Blick auf die Akropolis, steht sinnbildlich für eine einmalige Lebensform und verdeutlicht die Ansprüche an die Polis-Bewohner: Jeder Bürger hat seinen Beitrag für das Gemeinwesen zu leisten. Rhetorik, das bessere Argument und die Bildung – sie begünstigten philosophisches Denken und förderten die Idee der allgemeinen Vernunft. So führt der Spaziergang über den Philopapposhügel mit Resten antiker Philosophenschulen zur Agora, die auch auf die Schattenseiten philosophischer Existenz verweist: Denn Sokrates wurde hier als „Gotteslästerer“ und „Verführer der Jugend“ der Prozess gemacht, seine Verteidigungsrede stimmt bis heute nachdenklich. Die Besuche der Akropolis, des Akropolis-Museums sowie des Dionysos-Theaters machen mit weiteren zentralen Orten der attischen Demokratie vertraut.

Samstag, 21. und Sonntag, 22. September 2019
Zu Besuch in Platons Akademie: Ideen als wahrhaftes Sein?
Der Besuch der Akademie Platons führt in die „Herzkammer“ der klassischen Philosophie, hat hier doch Platon selbst mit seinen Schülern tragende Fundamente des europäischen Denkens gelegt – ohne dies freilich zu erahnen. Die Liebe zur philosophischen Existenz, die Suche nach dem Guten und Schönen sind hier Zentralperspektiven. Der Genius loci der Akademie fordert das eigene Fragen nach dem Sinn des Seins geradezu heraus – und Platon steuert aus der Vergangenheit mit seiner Ideenlehre dazu Wichtiges bei. Nach anregenden Gesprächen an dieser „ersten Hochschule“ Europas geht es zum Nationalmuseum, während abends Zeit für Muße und eigene Gedanken bleibt – und das in Athen!
Alle Menschen streben nach Glück: im Lyzeum von Aristoteles
Ein weiterer Meilenstein der Spurensuche nach dem Guten, Wahren und Schönen ist der Besuch des erst kürzlich zugänglich gemachten Lyzeums. Gleich den Schülern des Aristoteles lohnt in diesem Hain ein Umherwandeln auf den Spuren des Meisters: Er gilt als Urvater der modernen Wissenschaft, mit seiner Nikomachischen Ethik schrieb er das antike Standardwerk zu Fragen gelingenden Lebens.
Die Morgenröte des Denkens: Rückblick in eine ideale Welt?
Beim Sonnenuntergang schweift der Blick über die Inselwelt der Ägäis, in Sunion begeistert der Poseidon-Tempel als Symbol antiken Glaubens an die Allpräsenz der Götter; für Hölderlin, Byron oder Nietzsche war hier die Antike ideal verwirklicht. Nietzsche machte – gegen die romantische Griechenlandbegeisterung des 19. Jahrhunderts – aber deutlich, dass die Griechen ihr Zeitalter als Tragödie erlebten. Das Glück und das Wahre des Griechentums – hier bekommt es eine ambivalente Note, die zu Gesprächen anregt.

Montag, 23. September 2019
Orakel, Götter und Philosophen: Delphi
Delphi, bereits in der Antike weltberühmt, galt den Griechen als Ort der Begegnung von Menschen- und Götterwelt; sein Orakel entwickelte sich zu einem bedeutenden politischen Faktor. So ist hier ein guter Ort, um ins antike Weltbild einzutauchen, aber auch um über Poly- und Monotheismus zu diskutieren. Nachzudenken ist ebenfalls über die delphische Ethik, die den Menschen als Sterblichen versteht, im Unterschied zur klassischen Philosophie, die den Menschen so mit Vernunft (logos, ratio) und Geist begabt sieht, dass er die Sterblichkeit zu überschreiten vermag: Die delphische Aufforderung „Erkenne dich selbst“ ist weiter aktuell!

Dienstag, 24., Mittwoch, 25. und Donnerstag, 26. September 2019
Mythos und Geschichte. Muße und Bildung.
Der antiken Welt galt die Muße als idealer Weg des Fragens nach der Stellung des Menschen im Ganzen des Kosmos und einer ganzheitlichen Bildung. In diesem Sinne bieten die Tage Raum und Zeit für mußevolle Gespräche am Meer. Weitere Kontexte der Kulturgeschichte des klassischen Griechenlands verdeutlichen ein Hera-Heiligtum südlich von Mykene – und natürlich Mykene. Hier zeigt sich, dass die Klarheit der griechischen Philosophie nicht nur eine Leistung der Vernunft ist, sondern auch in der griechischen Mythologie und der ambivalenten Geschichte begründet ist. Den bleibenden Anspruch hütet auch das griechische Theater,  wie Ausschnitte aus Aischylos‘ „Orestie“ zeigen.

Freitag, 27. September 2019
Theater, Griechenland, Europa
Epidauros ist die bedeutendste antike Kultstätte für Asklepios, vor allem aber Ort einer der prachtvollsten antiken Theateranlagen. Das Theater der Antike diente der persönlichen Auseinandersetzung mit dem menschlichen Schicksal, die Tragödien von Aischylos, Sophokles und Euripides werden bis heute gespielt. Da ihre Dichtungen dem Bürger Orientierung in Lebensfragen gaben und in der Not trösteten, wird im Theater auch über die Philosophen, ihren Zugang zum Theater und ihrer Bedeutung für Europa zu sprechen sein.

Samstag, 28. September 2019
Flug mit Lufthansa (14.20 Uhr) nach Frankfurt/Main (16.20 Uhr

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.