© Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0
© Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0

Das kulturelle Erbe im Blick

Mühlen im Bergischen Land

Die Strunde, vom bergischen Dichter Vinzenz Jakob von Zuccalmaglio als „fleißigster Bach Deutschlands“ bezeichnet, hat in ihrer Blütezeit mit ihrem Wasser auf den nur 20 km zwischen ihrer Quelle in Herrenstrunden und der Mündung in den Rhein in Köln-Mülheim bis zu 40 Mühlen angetrieben. Wasser ist ein wesentliches Element des Bergischen Landes. So wurde Wasser, wie etwa in Solingen, in den kleinsten Siefen genutzt, um Hämmer und Schleifsteine mit Energie zu versorgen. Zahlreiche Relikte in den Tälern  der Region zeugen heute noch von dieser handwerklichen und vorindustriellen Tradition. Auch Korn-, Knochen-, Papier- oder Pulvermühlen sind erlebbare Zeugen dieser Zeit.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 139,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Köln und Bensberg sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Restaurant Rausmühle in Wermelskirchen;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Sonntag, 23. Juni 2019
Busreise ab Köln (8.00 Uhr) und Bensberg (8.45 Uhr) nach Odenthal.

Steiner Mühle in Odenthal
Die Steiner Mühle wurde 1269 erstmalig urkundlich erwähnt und heute von Familie Blömer liebevoll erhalten. Mühlenmodelle der verschiedensten Mühlentypen, wie z. B. die Junkermühle in Kürten, werden hier von Modellbauer und Mühlenspezialist Günter Blömer nachgebaut. Auch ein neues Mühlrad in Originalgröße wurde installiert.

Lambertsmühle in Burscheid
Die im Wiebachtal gelegene Lambertsmühle wird seit 1995 sachkundig restauriert. Die Getreidemühle ist ein Zeugnis dafür, wie mit ehrenamtlichem Einsatz das aus dem 16. Jh. stammende Ensemble erhalten und für Besichtigungen und Veranstaltungen genutzt werden kann. Die mittlerweile wieder voll funktionsfähige Mühle steht seit 1983 unter Denkmalschutz. Ein Stall, eine Remise und eine Scheune ergänzen das Ensemble.

Oelchenshammer in Engelskirchen
Ein Beispiel für die frühindustrielle Nutzung ist der Oelchenshammer, einer der letzten funktionsfähigen, wasserbetriebenen Hämmer in der Region. Die Anlage ist seit 1967 wieder betriebsfähig und gehört heute zum LVR-Industriemuseum. Die Arbeitsgänge mit glühendem Eisen werden gelegentlich sogar vorgeführt – ein lebendiges Beispiel, wie mit Feuer und Wasser Stahl produziert wurde.

Nespener Mühle in Reichshof
Die oberhalb der Wiehltalsperre gelegene Wassermühle aus dem 18. Jh. wurde bis 1956 als Getreidemühle genutzt. Es handelt sich um eine Rückschüttmühle, die von einer Turbine angetrieben wurde. Die Einrichtung der Mühle ist nahezu vollständig erhalten und wird von den „Mühlenfreunden Nespen“, die sich die Erhaltung des kulturellen Erbes zum Ziel gesetzt haben, restauriert.
Rückreise nach Bensberg (ca. 19.15 Uhr) und Köln (ca. 20.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.