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August Sander: Das Gesicht der Landschaft

Landschaftswandel im Spiegel unterschiedlicher Wahrnehmungen

„Auch in der Landschaft erkennen wir (…) den menschlichen Geist einer Zeit, den wir vermittels des photographischen Apparates erfassen können.“
August Sander (1876-1964), 1931

August Sanders Glaube an das Potenzial des Mediums Fotografie bezog sich nicht nur auf den Bereich menschlicher Portraits, wo er den deutlichen Schwerpunkt für sein künstlerisches Werk sah, sondern auch auf die Betrachtung der „Physiognomie der Landschaft“: „Auch ihr drückt der Mensch seinen Stempel auf durch seine Werke.“ Sanders Sichtweise liegt somit ein Verständnis zugrunde, wonach sich landschaftliche Qualität aus dem Zusammenwirken von natürlichen Gegebenheiten, menschlichen Nutzungen und ästhetischen Ansprüchen entwickelt. Letztere spiegeln sich besonders deutlich in künstlerischen Rezeptionen und deren zeittypischen Ausprägungen. Die unterschiedliche Gewichtung dieser Elemente prägt bis heute die Ansprüche der Nutzer und Bewohner an ihre landschaftliche Umgebung.

Die aktuelle Sonderausstellung im Siebengebirgsmuseum Königswinter bietet einen willkommenen Anknüpfungspunkt, um dem Verhältnis von landschaftlicher Wirklichkeit und ihrer Idealisierung nachzugehen. Nicht nur in den Augen von August Sander bietet die Rheinlandschaft reiches Anschauungsmaterial für gefühlten und realen Landschaftswandel.

Leistungen

Der Preis für Akademietagung beträgt 55,00 € und umfasst:

  • Tagungsbeitrag,
  • Eintritt in die Ausstellung,
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Restaurant Wintergarten im Rheinhotel Loreley,
  • Mineralwasser im Tagungsraum,
  • Kaffee- und Teepausen.


Förderer der Ausstellung und Tagung

Land NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft
NRW Stiftung Natur – Heimat – Kultur
Städte- und Gemeinden-Stiftung der KSK Köln im Rhein-Sieg-Kreis
Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland
Stiftung der Familie Lemmerz, Königswinter

Ablauf

Montag, 26. Februar 2018

9.30 Uhr     
Ankunft im Museum

 9.45 Uhr     
Begrüßung und Einführung
Anne-Katrin Kleinschmidt, Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Elmar Scheuren, Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter
Prof. Dr. Hansjörg Küster, Stiftung Naturschutzgeschichte Königswinter
Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Institut und Arbeitskreis „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

10.15 Uhr    
„Gesichts-Landschaften“
Nachbemerkungen zum Physiognomie-Konzept im fotografischen Werk von August Sander
Prof. Dr. Christoph Schaden, Bildwissenschaften an der Fakultät Design, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

11.00 Uhr    
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr    
Fallbeispiel Siebengebirge
Facetten einer Landschaft und eines Berges im Blick August Sanders
Elmar Scheuren, Königswinter

12.00 Uhr    
„August Sander: Das Gesicht der Landschaft“
Gemeinsamer Besuch der Ausstellung

12.30 Uhr    
Mittagessen im Rheinhotel Loreley

14.00 Uhr    
Geformt von der Natur
Landschaftsgeschichte Mitteleuropas
Prof. Dr. Hansjörg Küster, Pflanzenökologie am Institut für Geobotanik der Leibniz Universität Hannover

14.30 Uhr    
Wandlungen des Verständnisses von Landschaft
Von den ersten Belegen bis in die Gegenwart
Prof. Dr. Winfried Schenk, Historische Geographie am Geographischen Institut der Universität Bonn

15.00 Uhr    
Landschaften als Spiegelbild sozialer Verhältnisse
Der Ansatz Ernst Rudorffs (1840-1916)
Dr. Hans-Werner Frohn, Stiftung Naturschutzgeschichte, Königswinter

15.30 Uhr    
Kaffee- und Teepause

16.00 Uhr    
„Das Gesicht der Landschaft“
Podiumsdiskussion zur Relevanz ästhetischer Ideale für den Umgang mit Landschaft mit

  • Elmar Scheuren, Königswinter
  • Prof. Dr. Hansjörg Küster, Königswinter
  • Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Düsseldorf
  • Prof. Dr. Christoph Schaden, Nürnberg
  • Prof. Dr. Winfried Schenk, Bonn
  • Prof. Dr. Herbert Molderings, Professor em. für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum
  • Dr. Irene Haberland, Kunsthistorikerin, Bonn

Moderation
Dr. Jasmin Grande, stellvertretende Leiterin des Instituts „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

17.00 Uhr    
Perspektiven und Ausklang

17.30 Uhr    
Ende der Tagung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.