© Carschten (CC BY-SA 3.0)
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Bürgerliche Lebensart und Wohnkultur

Aachen-Lütticher Rokoko

Der Aachen-Lütticher Rokoko ist ein Stil in der Wohnkultur des 18. Jh., der die Grenzregion zwischen Deutschland und Belgien stark geprägt hat. Die organische, an Pflanzen und Muscheln orientierte Rocaille-Ornamentik, das warme Eichenholz, große Glasfenster, elegante Tapisserien und Tapeten mit Naturmotiven und hohe lichte Säle prägten ein bürgerliches Wohnen, das im Umfeld der wohlhabenden Tuchverleger der Gegend entstand. Eindrucksvolle Zeugnisse großbürgerlicher Wohnkultur präsentiert das Couven-Museum ebenso wie die Ausstattung des Aachener Rathauses. Die Fachwerkstadt Monschau („Montjoie“) mit dem Roten Haus zeigt die enge Verquickung von Produktion, Handel und Wohnen in einem Kaufmannshaus.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 135,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Bensberg und Köln sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Restaurant Postwagen in Aachen;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörers;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Donnerstag, 29. August 2019
Busreise ab Bensberg (8.00 Uhr) und Köln (8.45 Uhr) nach Aachen.

Couven-Museum
Das Museum ist ein typisches Aachener Wohnhaus seiner Zeit. Es wurde 1662 an der Stelle der mittelalterlichen Stadtwaage am Hühnermarkt als Apotheker-Wohnhaus errichtet und später von Jakob Couven, Sohn des berühmten Architekten und Stadtplaners Johann Josef Couven, im Rokoko-Stil umgebaut. Schwerpunkt der Sammlung bilden die Aachen-Lütticher Möbel. Ein Highlight ist die komplett ausgestatte, rekonstruierte Adlerapotheke aus der Entstehungszeit.

Rathaus Aachen
Die reich ausgestatteten Räume des im gotischen Stil errichteten Rathauses spiegeln den Umbau zum barocken Stadtschloss wider. So gestaltete Johann Joseph Couven 1727-32 das Erdgeschoss im Stil des Rokoko, so den Weißen Saal und den Sitzungssaal. Prägend für diese Phase sind Gemälde von J. C. Bollenrath oder die wertvollen Vertäfelungen des Kunsttischlers Jacques de Reux.

Rotes Haus Monschau
Das 1752 von dem Tuchmacher und Kaufmann Johann Heinrich Scheibler als Wohn- und Geschäftshaus erbaute Rote Haus verfügt über eine vollständig rekonstruierte Einrichtung in den Stilen Rokoko, Louis-seize und Empire. Berühmt ist die geschwungene, freitragend gebaute und aus Eichenholz geschnitzte Wendeltreppe. Das Herrenzimmer mit der kostbaren Leinwandtapete und den zeitgenös­sischen Möbeln vermittelt einen Eindruck der großbürgerlichen Wohnkultur. Von der Qualität der europaweit gehandelten Tuche zeugen zwei original erhaltene Stoffmusterbücher.

Rückreise nach Köln (ca. 19.00 Uhr) und Bensberg (ca. 19.45 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.