MCAD, Ludendorffspende für Kriegsbeschädigte, flickr (CC BY 2.0)
MCAD, Ludendorffspende für Kriegsbeschädigte, flickr (CC BY 2.0)

Blicke auf den Ersten Weltkrieg

Auswirkungen des Kriegsendes in europäischen Heimaten

Die Wahrnehmung des Ersten Weltkrieges wird durch zahlreiche Mythen und nationale Narrative bestimmt. Deshalb haben der Erste Weltkrieg und sein Ende für die verschiedenen Nationen höchst unterschiedliche Bedeutungen erhalten. Diese sind oft grundgelegt in verschiedenen Mythen um den Kriegsbeginn oder das Kriegsende wie z.B. dem Schlieffenplan und der Gründung des Staates Polen nach dem Ersten Weltkrieg. Daraus folgen ganz unterschiedliche Formen des Erinnerns an den Krieg, der bis in die Gegenwart hinein im Bewusstsein der europäischen Nationen immer noch eine große Rolle spielt.

Die Akademietagung wird die unterschiedlichen Sichtweisen vorstellen und diskutieren. Eine detaillierte Ausstellungsführung und Diskussionen bieten die Möglichkeit einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit der Rezeptionsgeschichte der „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts.

Leistungen

Der Preis für die Veranstaltung beträgt 25,00 € pro Person und umfasst:

  • Tagungsbeitrag;
  • Drei-Gänge-Mittagessen;
  • Softgetränke im Tagungsraum;
  • Kaffee- und Teepausen;
  • Eintritt und Führung durch die Ausstellung . „Kriegsenden in europäischen Heimaten“ in der Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte in Leverkusen.

Tagungsort
Villa Römer - Haus der Stadtgeschichte
Haus-Vorster Str. 6
51379 Leverkusen

Akademietagung in Zusammenarbeit mit dem Opladener und dem Jülicher Geschichtsverein

OGV mit Textlogo_jgv

Ablauf

Samstag, 19. Januar 2019

10.00 Uhr    Begrüßung und Einführung

Andreas Würbel,  Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Michael D. Gutbier,  Opladener Geschichtsverein und Jülicher Geschichts­verein
Prof. Dr. Wolfgang Hasberg, wissenschaftlicher Projektleiter, Universität zu Köln

10.15 Uhr    Ereignisgeschichte

Der Schlieffenplan – ein Mythos?
Kriegsanfang im Westen

Dr. Frank Buchholz, 1981-1993 Offizier der Bundeswehr, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Heereskunde, Autor. Forschungsgebiet: Erster Weltkrieg mit dem Schwerpunkt Entstehungsgeschichte, strategische und operative Kriegsplanung, Essen

10.45 Uhr  
Die zweite Polnische Republik 1918–1939
Fakten, Mythen  und Legenden.

Wolfgang Templin, Publizist, Publikationen zur DDR-Geschichte, zum deutschen Einigungsprozess und zu aktuellen Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa. Er war u. a. von 2010 bis 2014 Leiter des Landesbüros Polen der Heinrich-Böll-Stiftung e. V. in Warschau

11.15 Uhr    Diskussion

12.00 Uhr    
„Kriegsenden in europäischen Heimaten“
Bracknell – Jülich – Leverkusen –Ljubljana – Raciborz – Schwedt – Villeneuve D’Ascq
Führung in Gruppen durch die Sonderausstellung in der Villa Römer

13.00 Uhr    
Mittagessen

14.00 Uhr    Erinnerungsgeschichte

Mythen und Narrative um das Kriegsende
Das Beispiel der Schweiz

Prof. Dr. Markus Furrer, Professor für Geschichte und Geschichtsdidaktik, Pädagogische Hochschule Luzern, Schweiz

14.30 Uhr  
The war to end all wars
Erinnerung und Erinnerungskultur an den Ersten Weltkrieg in Großbritannien

Dr. Matthias Strohn, Leiter der Abteilung „Historical Analysis“ am strategischen Think Tank des britischen Heeres in Camberley, vorher zuständig für Kriegsstudien an der Royal Military Academy Sandhurst, Professor für Kriegsstudien am Humanities Research Institut der Universität Buckingham. Berater für die britische als auch die deutsche Regierung in Fragen zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg.

15.30 Uhr    
Kaffee- und Teepause

16.00 Uhr    
Abschlussdiskussion

17.00 Uhr    
Ende der Veranstaltung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.