© P. Schmidt von Schwind
© P. Schmidt von Schwind

„Berlin brennt – Köln pennt?“

Die 1968er-Bewegung in Köln

Die Stimmung im Jahr 1968 war voller Spannungen, nicht nur in Deutschland. Junge Menschen protestierten gegen die starren Verhältnisse und forderten die junge Demokratie heraus – in San Francisco, in Paris und in Berlin. Auch in Köln – jedoch blieb der Protest hier überwiegend friedlich. Studierende demonstrierten für mehr Demokratie und Mitbestimmung. Am 30. Mai 1968 versuchten sie zu verhindern, dass im Bundestag in Bonn die Notstandgesetze beschlossen werden. Aber nicht nur sie gingen auf die Barrikaden: Der Protest war in der Stadtgesellschaft allgegenwärtig. Eine neue Mode, eine neue Musik gaben den Protestaktionen ihren eigenen visuellen Stil und Klang.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 95,00 € und umfasst:

  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Café-Restaurant Ludwig im Museum;
  • Führung durch die Sonderausstellung „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation.“ im Kölnischen Stadtmuseum;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörers;
  • Führungen und Eintritte.

Hinweis
Die Erkundung ist als ganztägiger Stadtspaziergang konzipiert.

Ablauf

Dienstag, 12. Februar 2019
Treffpunkt vor dem Kölnischen Stadtmuseum (10.00 Uhr).

Kölnisches Stadtmuseum
In der Sonderausstellung „KÖLN 68! PROTEST. POP. PROVOKATION.“ werden die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in Köln um das Jahr 1968 in den Fokus genommen. Originalobjekte, Filmausschnitte, Interviews ermöglichen eine Spurensuche.

Spurensuche in der Stadt
Schon vor 1968 äußerten Schüler und Studenten ihren Unmut gegen die Preiserhöhungen der KVB. Bei den „Regenschirm-Demonstrationen“ am 24. Oktober 1966 wurden die Bahnschienen rund um den Zülpicher Platz und den Rudolfplatz von vielen Tausend Menschen besetzt. Später folgten beispielsweise die Besetzung des Rektorats oder der Protestmarsch auf das Amerikahaus am Neumarkt. 1968 hat Köln aber insbesondere auch kulturell aufgerüttelt: Can und Stockhausen, Jimi Hendrix im Studio DuMont, die Gründung des „XSCREEN“, Kölner Studie für den unabhängigen Film, oder der Art Cologne. Zu einem internationalen Zentrum für die Neue Musik wurde das Studio Akustische Kunst im WDR. Die Ideen von 1968 waren auch für die weitere Entwicklung der Stadt von Relevanz.
 
Museum Ludwig
Das Museum besitzt eine Sammlung von Kunstobjekten, die das Klima Ende der 1960er-Jahre zeigen. Mary Bauermeisters feministische Kunst, die Eat Art eines Daniel Spoerri oder Diether Roth stehen für das provokante Hinterfragen des klassischen Kulturkanons. Wolf Vostell setzte sich mit Amerikas Rolle im Vietnamkrieg auseinander. Edward Kienholz prangerte ebenfalls die Kriege der USA in Asien an. Auch Andy Warhol lieferte schon 1963 Porträts der Bürgerrechtsbewegung und karikierte den Konsumrausch der Wirtschaftswunderjahre.
Ende der Veranstaltung am Museum Ludwig in Köln (ca. 17.15 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.