© Elke Wetzig, gemeinfrei
© Elke Wetzig, gemeinfrei

Aus Glas, Beton und Stahl

Bauten von Gottfried Böhm in Köln

„Ein Gebäude ist für den Menschen Raum und Rahmen seiner Würde, und dessen Äußeres sollte seinen Inhalt und seine Funktionen reflektieren.“ Mit diesem Credo umriss der Pritzker-Preisträger Gottfried Böhm den Anspruch an seine Bauprojekte, die sich vor allem an der Ausbildung neuer Raumformen orientieren. In Köln zeigt sich die gesamte Bandbreite seines baukünstlerischen Schaffens in der Verbindung von Tradition und Moderne. Seine plastischen Baugestaltungen sind stets als Aktionsräume für den in Verantwortung stehenden Menschen gedacht.

Leistungen

Der Preis für die Kunstgeschichtliche Erkundung Aus Glas, Beton und Stahl beträgt 114,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Bensberg und Köln sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Restaurant Im Bitzhof in Köln-Zündorf;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Busreise ab Bensberg (8.00 Uhr) und Köln (8.45 Uhr) zum Kolpinghaus in Köln.
Von Generation zu Generation
Das von seinem Vater Dominikus Böhm 1929 im Bauhaus-Stil gestaltete Haus des Internationalen Kolpingwerkes erweiterte Böhm bis 1973 sensibel um einen Sichtbetonbau. Sein erster eigenständiger Kirchenbau, die   1947-1950 entstandene Kapelle St. Kolumba, zeigt, wie er sich von seiner Vätergeneration abzulösen begann. Die 1996 eröffneten WDR-Arkaden sind ein Gemeinschaftswerk Böhms mit Gattin Elisabeth und Sohn Peter.
Öffentliche Foren
Beim 1987-1989 erbauten Maritim-Hotel wirkte Böhm nur beratend mit. Das aus zwei massiven Baukörpern mit Verbindungstrakt aus Glas und Stahl bestehende Gebäude trägt allerdings deutlich seine Handschrift. Die Verschränkung von öffentlichem und geschlossenem Raum ist gestalterische Leitidee. Sie zeigt sich auch im 1992 fertiggestellten Bezirksrathaus in Kalk.
Schöner Wohnen
Maßstäbe hat Böhm auch im Bereich des Siedlungsbaus gesetzt. Die Siedlung Gütergasse in Zündorf und das Wohnquartier Seeberg Nord stehen exemplarisch für Böhms Anliegen eines menschenfreundlichen Bauens.
Heilige Stadt
Die Idee eines freien, öffentlichen und zugleich geschlossenen Raums hatte Böhm im Sakralbau entwickelt. Die Krankenhauskirche St. Johannes der Täufer in Lindenthal stellt eine Art liturgische Siedlung dar, St. Gertrud in der Neustadt Nord hat die Gestalt eines eingehausten öffentlichen Forums.
Rückreise nach Köln (ca. 17.30 Uhr) und Bensberg (ca. 18.15 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.