© Wolfgang Poguntke, CC BY-SA 3.0
© Wolfgang Poguntke, CC BY-SA 3.0

Attendorner Barock

Westfalens Kunstzentrum

Attendorn, an der Kreuzung zweier bedeutender Fernhandelswege gelegen, war im 17. und 18. Jh. eine Hauptstätte des barocken Kunsthandwerks. So trat die in mehreren Generationen tätige Schreiner- und Holzschnitzerfamilie Sasse auch mit überregional bedeutsamen Produktionen wie der Gesamtausstattung der Welterbe-Klosterkirche Corvey hervor. Ausgewählte Beispiele in Attendorn und die Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung in Marienheide zeigen die typischen Eigenschaften der westfälischen Spielart des Barock.

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Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 133,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Köln und Bensberg sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Restaurant Burg Schnellenberg in Attendorn;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Freitag, 9. November 2018
Busreise ab Köln (8.00 Uhr) und Bensberg (8.45 Uhr) nach Attendorn.
St. Johannes Baptist und Hospitalkirche St. Barbara
Die ehemals reiche Ausstattung des Johann Sasse in St. Johannes Baptist wurde zwar durch einen Stadtbrand dezimiert, doch geben ein Retabel, die Kanzel und sechs Apostelfiguren einen guten Eindruck von seiner Gestaltungsweise. Im Vergleich mit der Hospitalkirche St. Barbara wird der Unterschied zur weniger bewegten Art anderer Attendorner Werkstätten deutlich.
St. Hippolytus
In der hochromanischen Saalkirche St. Hippolytus ist eine typische, mit Karyatiden unter dem Korb versehene „Attendorner Kanzel“ des späten 17. Jh. zu sehen. Eine Pietà von Wilhelm Bernhard Kühle zeigt, dass die Attendorner Werkstätten mit den Ausdrucksformen des Rokoko Schritt halten konnten.
Burg Schnellenberg
Noch ganz aus den Formen der Renaissance gewonnen erscheint die um 1600 geschaffene Ausstattung der Kapelle St. Georg auf Burg Schnellenberg. Die Werkstätten Hocheisen (Stein) und Miltenberger (Holz) schufen Werke, die vor allem durch die aufwendige Verarbeitung der Materialien beeindrucken. In der Kapelle der Unterburg ist Johann Sasse mit einem Altaraufbau aus Schloss Adolfsburg in Oberhundem vertreten.
St. Mariä Heimsuchung
Zu den wenigen überzeugenden Einfügungen barocker Hochaltäre in gotische Choranlagen gehört die in der alten Wallfahrtskirche in Marienheide. 200 Jahre nach Bau des Chores fertigte Johann Sasses Sohn Peter bald nach 1700 das in Weiß, Gold, Grau und Petrol gehaltene Retabel aus.
Rückreise nach Bensberg (ca. 18.45 Uhr) und Köln (ca. 19.30 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.