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Arbeit, Stahl und ein Zuhause

Friedrich-Wilhelms-Hütte in Troisdorf

Johann Wilhelm Windgassen gründete 1825 an der Mündung der Agger in die Sieg die Friedrich-Wilhelms-Hütte. 1843 erwarb der Kölner Zuckerfabrikant Johann Jakob Langen das Eisenwerk. 1911 schließlich wurde es von der von Louis Mannstaedt und Langens berühmtem Sohn Eugen Langen gegründeten „Façoneisen-Walzwerk L. Mannstaedt & Cie. AG“ in Köln-Kalk übernommen. Für die Arbeiter und Angestellten, die das Unternehmen nun aus Kalk mitbrachte, entstanden mehrere Werksiedlungen. Der Ort Friedrich-Wilhelms-Hütte in Troisdorf ist einer der besterhaltenen Industriestandorte aus der späten Gründerzeit.

Dienstag, 27. Juli 2021
Treffpunkt am S-Bahnhof Troisdorf / Ausgang B8 / Poststraße (9.30 Uhr).

Casino-Kolonie
Gleich mit dem Umzug der Mann­staedt-Werke nach Troisdorf begann die Firmenleitung mit dem Bau der Werksiedlungen. Für die leitenden Angestellten wurde nach dem Vorbild der englischen Gartenstadt-Bewegung eine Siedlung aus freistehenden Häusern mit Gärten um einen zentralen Platz gestaltet. Das werkeigene Casino gab ihr den Namen.

Rote Kolonie
Auch die Arbeitersiedlungen wurden nach dem Vorbild der Gartenstadt gebaut. In der Roten Kolonie entstanden 64 Häuser 20 verschiedener Typen und mit Platz für 176 Wohnungen. Ursprünglich sollte die Siedlung „Neu-Kalk“ heißen. Dann aber wurden die für die Region ungewöhnlichen roten Dachziegel Namengeber.

Museum für Stadt- und Industriegeschichte
Das in der Burg Wissem beheimatete Museum befasst sich anhand der Geschichte der Mannstaedt-Werke exemplarisch mit dem Zusammenhang von industrieller und infrastruktureller Entwicklung deutscher Städte.

Mannstaedt-Werke
Seit 2006 sind die Mannstaedt-Werke Teil der Georgsmarienhütte Holding GmbH. Das Traditionsunternehmen versteht sich weiterhin als Weltmarktführer in der Herstellung von warmgewalzten Spezialprofilen aus Stahl.

Schwarze Kolonie
Die dritte Werkssiedlung, unmittelbar neben der Fabrik und an der Sieg gelegen, wurde in zwei Phasen zwischen 1912 und 1922 nach einem Entwurf der Kölner Architekten Eugen Fabricius und Arthur Hahn gebaut. Sie bezieht ihren Namen aus den ortstypisch schwarzen Dachpfannen.

Ende der Veranstaltung am S-Bahnhof Troisdorf (ca. 17.45 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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