27. bis 30. April 2017 (Do.-So.)

„Dass mein Denken ein Anschauen sei“

Goethe als Sammler und Forscher

Goethe Akademie

Faszinierend ist es, den Blick auf die außerordentlich rege Sammeltätigkeit Goethes zu richten, denn der erhaltene Bestand und auch die Vielfalt seiner Sammlungen sind einzigartig: Bei seinem Tode 1832 hinterließ der Dichter in seinem Wohnhaus am Frauenplan nicht nur unzählige Manuskripte, sondern auch fast 18 000 Mineralien, über 9 000 Blätter Graphik, rund 4 300 Handzeichnungen, eine Bibliothek mit 8.000 Bänden; zahlreiche Plastiken, Gemälde sowie naturwissenschaftliche Kollektionen nannte er außerdem sein eigen.

All dies trug der Dichter „mit Plan und Absicht“ zusammen, ihm diente die Sammeltätigkeit – nicht zuletzt in seiner amtlichen Funktion in Weimar und Jena – zur Bildung, denn: „Jeder neue Gegenstand, wohl beschaut, schließt ein neues Organ in uns auf.“

So freuen wir uns sehr, Ihnen Blicke in ausgewählte Sammlungen Goethes in Weimar und in Jena zu ermöglichen und sich so dem Dichter zu nähern. Deutlich wird auch, wie sein Denken den Gegenständen, dem sinnlichen Kontakt mit Natur und Kunst verhaftet ist, wie ihn Fundstücke unmittelbar zu Abhandlungen inspirierten. Dass Goethe auch ‚Menschen-Sammler‘ war, gilt es dann eigens zu besprechen …

Eingebunden in das Programm dieser Tage ist auch der Besuch der Jahresausstellung der Klassik Stiftung Weimar, die dem Begründer der modernen Archäologie und Kunstwissenschaft, Johann Joachim Winckelmann, gewidmet ist, dessen Schriften und Briefe Goethe 1805 herausgab und der das Bild Goethes von der Antike maßgeblich prägte.

Freuen Sie sich mit uns auf ungewöhnlich-inspirierende Annäherungen an das Universalgenie Johann Wolfgang von Goethe.

Ort: Dorinth Hotel am Goethepark Weimar****s

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